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Geduld war in den ersten Tagen des neuen Jahres im Herzberger Kreißsaal des Elbe-Elster Klinikums gefragt, bis die ersten Kinder das Licht der Welt erblickten. Seitdem geht es jedoch Schlag auf Schlag. Zu den ersten Babys des neuen Jahres gehört die kleine Kaja, die am 4. Januar um 22.04 Uhr geboren wurde. Beim ersten Maßnehmen wog sie 3830 Gramm und war 53 Zentimeter groß. Die Eltern Käthy Müller (22) und Maximilian Kuntzsch (28) aus Doberlug-Kirchhain sind sehr glücklich über ihre erste Tochter. Papa Maximilian war froh, dass er trotz der strengen Corona-Regelungen im Klinikum bei der Geburt dabei sein durfte.

„Im Kreißsaal dürfen die werdenden Väter dabei sein, später auf der Wochen-Station hingegen leider nicht“, erläutert die leitende Hebamme Veronika Jeschke die Regularien. „Vor der Geburt führen wir bei den werdenden Müttern einen Corona-Schnelltest durch, denn eine Entbindung mit Maske ist schlicht nicht möglich“, sagt sie. „Dass dann auf der Station absolut kein Besuch erlaubt ist, auch nicht von den Vätern, tut uns zwar für die jungen Familien sehr leid, viele frischgebackene Mütter erleben die Situation aber auch positiv“, erzählt die erfahrene Hebamme aus Gesprächen mit den Müttern. „Die Mütter haben viel mehr Ruhe, können sich aufs Stillen und ihr Baby konzentrieren und von der Geburt erholen. Außerdem werden sie vom Team der Geburtshilfe und Gynäkologie im Krankenhaus liebevoll umsorgt“, fügt Veronika Jeschke an. „Auch wenn in Zeiten der Corona-Pandemie einiges anders ist, sind wir als Ansprechpartner für die werdenden Mütter da und es findet auch die Kreißsaalsprechstunde zur individuellen Geburtsplanung wie gewohnt statt“, betont die Hebamme.

Geburtenstatistik 2020

Im vergangenen Jahr kamen im Elbe-Elster Klinikum in Herzberg 482 Babys zur Welt. Diese Zahl ist im Vergleich zu 2019, wo 511 Kinder geboren wurden, leicht gesunken. Hatten im Jahr 2019 die Jungs klar die Nase vorn, so wurden im vergangenen Jahr wieder mehr Mädchen geboren. Von den 482 Babys waren 258 Mädchen und 224 Jungen. Die Hebammen konnten dabei drei Mal Zwillinge im Herzberger Kreißsaal begrüßen, was neben den Eltern auch für das erfahrene Team immer wieder etwas Besonderes ist.

Die geburtenstärksten Monate waren im Jahr 2020 der März und November mit jeweils rund 50 Babys, etwas ruhiger ging es hingegen im April und Dezember zu. Das leichteste Kind wog bei seiner Geburt 1950 Gramm, das schwerste dagegen 5124 Gramm. Einen Trend beobachteten die Hebammen in Herzberg in den letzten Jahren: Die Mütter werden wieder jünger. Es gibt deutlich mehr Frauen, die bei der Entbindung 25 Jahre und jünger sind. Dieser Trend setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. Unabhängig davon ist die Mehrzahl der Frauen bei der Entbindung zwischen 25 und 35 Jahre.

Hinsichtlich des Einzugsgebietes kommt der Großteil der Schwangeren aus dem Landkreis Elbe-Elster zur Entbindung nach Herzberg. Hinzu kommen diejenigen, die in den Randgebieten der angrenzenden Landkreise Sachsen-Anhalt, Sachsen und Teltow-Fläming wohnen. Außerdem ist zu beobachten, dass es immer wieder Schwangere gibt, die in Dresden, Berlin oder beispielsweise sogar im bayrischen Erdingen weiter entfernt wohnen und sich für eine Entbindung in der ehemaligen Heimat entscheiden. „Hier spielt die familiäre Nähe eine große Rolle. Die Frauen wissen das erste Kind bei den Großeltern gut versorgt und können so beruhigt mit dem weiteren Nachwuchs ins Krankenhaus gehen“, weiß die erfahrene Hebamme.

Mia und Emil führen Namenshitliste an

Bei der Namenswahl sind vor allem kurze und altdeutsche Vornamen nach wie vor sehr beliebt. Bei den Mädchen führen Mia, Mila und Lotta die Namenshitliste an. Bei den Jungs sind es Emil, Ben und Fynn. Seltener vergeben wurden bei den Mädchen dagegen Namen wie Kiki, Torvi, Enie, Jenna, Hedi und Rosi. Bei den Jungen zählten Jonte, Bobbi, Cosmo, Jeppe, Arjen und Oswin zu den selteneren Vornamen.

Bereits um 3.56 Uhr erblickte das diesjährige Weihnachtsbaby am 24. Dezember das Licht der Welt. Das kleine Mädchen heißt Mila und wog bei der Geburt 3510 Gramm bei einer Größe von 53 Zentimetern.

Für Mama Mercedes (26) und Papa Kevin (29) aus Falkenberg kam die Entbindung an Weihnachten nicht völlig überraschend, da der errechnete Entbindungstermin am 21. Dezember war. „Wir sind überglücklich über unseren ersten Nachwuchs“, sagt die frischgebackene Mama. Papa Kevin war bei der Geburt dabei und freut sich besonders, dass dies trotz Corona möglich war.

Erfahrung mit Geburtstagen um das Weihnachtsfest herum hat Familie Böttcher bereits, denn Mercedes selbst hat am 27. Dezember Geburtstag. „Wie wir zukünftig unsere Geburtstage und Weihnachten feiern werden, wissen wir noch nicht“, sagt Mercedes Böttcher kurz nach der Entbindung.

An den beiden Weihnachtsfeiertagen am 25. und 26. Dezember blieb es ruhig im Herzberger Kreißsaal des Elbe-Elster Klinikums. Nach Mila erblickten erst wieder am 27. Dezember zwei Babys das Licht der Welt in Herzberg.

Das Corona Virus stellt die Krankenhäuser im Land seit Monaten vor viele neue Herausforderungen. Nun bedroht der Virus leider auch die Versorgung im Kreißsaal des Klinikums in Herzberg. Die Hebammen, die rund um die Uhr für die werdenden Mütter einsatzbereit sind, brauchen jetzt dringend freiwillige Unterstützung.

Wenn Sie eine ausgebildete Hebamme sind, nicht zu einer Risikogruppe gehören, sich gesund und fit fühlen und uns im Kreißsaal unterstützen wollen und können, dann melden Sie sich bei unserer Personalabteilung. 

Sie erreichen das Klinikum per Telefon montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr unter 03531 503-180 oder täglich per Fax 03531 503-480 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit dem Betreff: freiwillige Hebamme.

Wenn das Klinikum Ihre Unterstützung in Anspruch nehmen muss, melden wir uns bei Ihnen zurück.

An dieser Stelle bedankt sich das Klinikum für Ihre Bereitschaft und wünscht Ihnen dennoch schöne und gesunde Feiertage.

Die täglich veröffentlichten Zahlen der positiv auf Covid-19 getesteten Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis wachsen leider zunehmend. Bei vielen verläuft die Infektion blande, das heißt symptomlos. Wieder andere haben dieses Glück nicht und können dann leider auch stationär behandlungspflichtig werden.

Das Klinikum ist darauf vorbereitet. Alle möglichen Kapazitäten im technischen als auch im personellen Bereich sind aktiviert. So hat das Klinikum beispielweise das Angebot der Unterstützung des Landes Berlin zur Weiterbehandlung von auf Covd-19 positiv getesteten Patienten angenommen. Dennoch bleibt zu vermuten, dass die geplanten personellen Kapazitäten möglicherweise nicht ausreichen werden.

Daher startet das Klinikum an dieser Stelle den Aufruf an die Bevölkerung des Landkreises, die Krankenhäuser in geeigneter Form bei der Betreuung der positiv auf Covid-19 getesteten Personen im Krankenhaus zu unterstützen.

Wenn Sie also gesund sind, nicht zu einer Risikogruppe gehören, medizinische Vorkenntnisse haben und sich in der Lage fühlen, das Elbe-Elster Klinikum zu unterstützen, melden Sie sich bitte unter Angaben Ihrer Möglichkeiten und Erreichbarkeit bei der Personalabteilung des Klinikums.

Sie erreichen das Klinikum per Telefon montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr unter 03531 503-180 oder täglich per Fax 03531 503-480 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit dem Betreff: freiwillige Coronaunterstützung.

Wenn das Klinikum Ihre Unterstützung in Anspruch nehmen muss, melden wir uns bei Ihnen zurück.

An dieser Stelle bedankt sich das Klinikum für Ihre Bereitschaft und wünscht Ihnen dennoch schöne und gesunde Feiertage.

Ab dem 11. Januar wird das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in Falkenberg, Karl-Marx-Straße 1, um die gynäkologische Praxis von Diplom-Mediziner Lothar Pelz erweitert. Lothar Pelz ist ein bei seinen Patientinnen beliebter und erfahrener Gynäkologe, der bereits seit Dezember 1990 in Falkenberg praktiziert. Damals startete der gebürtige Kölsaer seine Laufbahn als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit einer eigenen Niederlassung im Landambulatorium. Nun zieht es den Diplom-Mediziner wieder an seinen Ursprung zurück, nämlich in die Räumlichkeiten des ehemaligen Landambulatoriums, welche heute das Medizinische Versorgungszentrum des Elbe-Elster-Klinikums beherbergen. Dort wird Lothar Pelz, der erst kürzlich seinen 64. Geburtstag feierte, mindestens für die nächsten drei Jahre die gynäkologische Versorgung gewährleisten.

Das Medizinische Versorgungszentrum in Falkenberg ist seit vielen Jahren ein wichtiger Anlaufpunkt für die medizinische Versorgung der Region, denn es verfügt über vier Hausärzte und Dr. med. Götz-Hendrik Ziemann als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Die hausärztliche Versorgung im MVZ sichern der ärztliche Leiter Dr. Wolfgang Möbius, Dr. Evelyn Große, Christine Seifert als Fachärztin für Allgemeinmedizin und Frau Dr. med. Hertraud Zietz als Hausärztin und Fachärztin für Innere Medizin.

Die neuen gynäkologischen Sprechstunden von Lothar Pelz sind Montag 8 bis 12 Uhr, Dienstag 8 bis 18 Uhr, Mittwoch 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 8 bis 15 Uhr und freitags nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 035365 386 648.

Das Elbe-Elster Klinikum passt seine Behandlungskapazitäten für Covid-19-Patienten kontinuierlich dem aktuellen Infektionsgeschehen an. So wurde im Krankenhaus Elsterwerda eine gesonderte Station für die Behandlung von Corona-Patienten eingerichtet. Bisher konzentrierte man die Behandlung auf zwei separaten Stationen im Krankenhaus Finsterwalde. Außerdem werden im gesamten Klinikum geplante oder verschiebbare Eingriffe reduziert, um freie Intensivkapazitäten zu erhöhen.

Mit Stand 17. Dezember, 8 Uhr befinden sich 53 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, davon fünf Patienten auf der Intensivstation. Die personelle Situation ist wie überall auch im Elbe-Elster Klinikum sehr angespannt.

Alle Mitarbeiter der Elbe-Elster Klinikum GmbH, der Elbe-Elster Klinikservice GmbH und der Elbe-Elster MVZ GmbH erhalten im Monat Dezember 2020 eine einmalige Corona-Sonderzahlung von bis zu 1.000 Euro. Das haben Gesellschafter und Aufsichtsrat in der jüngsten Sitzung beschlossen. Damit soll der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie Rechnung getragen werden.

Mitarbeiter in den sogenannten Grau- und Schwarzbereichen, also in der Behandlung von positiv getesteten Covid-19-Patienten oder solchen Patienten, bei denen das Testergebnis noch aussteht, erhalten von Oktober dieses Jahres bis März 2021 eine monatliche Zulage zwischen 200 und 500 Euro. Dies betrifft auch Mitarbeiter, die in die entsprechenden Bereiche kurzfristig umgesetzt werden oder teilweise Dienste übernehmen. Sie erhalten die Zulage anteilig.

 „Was unsere Mitarbeiter im Klinikum seit Wochen und Monaten leisten, insbesondere in der derzeitigen Situation mit dem erhöhten Infektionsgeschehen, zollt meinen allergrößten Respekt“, betont Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer.

Von der Sonderzahlung profitieren insgesamt rund 1.100 Mitarbeiter. Die Sonderzahlung ist nicht steuer- und sozialversicherungspflichtig. Ausgenommen sind diejenigen Mitarbeiter, die beispielsweise aufgrund von Mutterschutz, Elternzeit und Sonderurlaub seit Beginn der Pandemie nicht im Klinikum tätig waren. Der finanzielle Gesamtumfang dieser Maßnahme beträgt rund 1 Million Euro.

Das Elbe-Elster Klinikum behandelt aktuell 25 Covid-19-Patienten, davon sind vier Patienten intensivpflichtig (Stand: 25. November).

Nicht nur der tägliche Blick auf die Corona-Fallzahlen, sondern auch weitere Fragen beherrschen derzeit den Klinikalltag an allen drei Krankenhausstandorten: Sind die Bettenkapazitäten ausreichend? Haben wir genügend Mitarbeiter? Wie viele Mitarbeiter sind in Quarantäne? Wie ist der Stand der Schutzausrüstung?

Damit am Ende der Pandemie alle drei Krankenhäuser des Landkreises weiterhin medizinisch gut aufgestellt sind, müssen in diesen besonderen Zeiten besondere Maßnahmen getroffen werden. Um den stetig steigenden Zahlen der stationär behandlungspflichtigen Patienten mit einer Covid-19-Infektion gerecht zu werden, müssen gravierende Entscheidungen getroffen werden. 

Wie andere Klinikverbünde Brandenburgs auch, hat daher der Krisenstab des Elbe-Elster Klinikums gemeinsam mit den Chefärzten am Standort Finsterwalde entschieden, das in Finsterwalde alle und nun auch ausschließlich Covid-19-Patienten des Landkreises behandelt werden. „Die Bettenkapazität einer Station ist leider für die stationäre Versorgung aller Covid-19-Patienten nicht mehr ausreichend“, so der Krisenstab des Klinikums. Er erörtert zudem: „Nur so können wir künftig unserem Versorgungsauftrag in der Pandemie gegenüber allen Patienten, mit oder ohne Covid-19-Infektion, gerecht werden.“

Das Krankenhaus in Finsterwalde und seine Mitarbeiter leisten hier Überragendes. „ Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter in Finsterwalde. Sie halten allen anderen den Rücken frei“, äußern sich die Pflegedirektorin Judith Koch und der Ärztliche Direktor Professor Dr. Roland Reinehr gleichermaßen. „Nur so können unsere Krankenhäuser in Elsterwerda und Herzberg für alle anderen Patienten des Landkreises da sein, die zum Glück die absolute Mehrheit bilden.“

Es werden Bettenkapazitäten in Elsterwerda und Herzberg für die Patienten der Finsterwalder Region vorgehalten. Operationen können dort in Absprache und mit den Finsterwalder Chirurgen erfolgen.

Die ambulante Notfallversorgung ist in Finsterwalde weiterhin uneingeschränkt gewährleistet. Alle Sprechstunden werden hier ebenso fortgeführt, sofern die leistungsberechtigten Ärzte nicht selbst erkrankt sind.

Das Klinikum dankt allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den niedergelassenen Ärzte der Region, für ihr Verständnis und das Vertrauen in das Klinikum, egal an welchem Standort sie sich in Behandlung begeben.

Die erste Studentin, die vor fünf Jahren ein Stipendium des Elbe-Elster Klinikums für das Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Brandenburg „Theodor Fontane“ (MHB) erhielt, absolviert derzeit einen Teil ihres Praktischen Jahres im Krankenhaus Herzberg.

Maria Bührig gehörte zu den ersten Studenten, die im Sommersemester 2015 das Medizinstudium an der neu gegründeten Medizinischen Hochschule Brandenburg „Theodor Fontane“ (MHB) aufnahmen. Sie erhielt Stipendien durch das Elbe-Elster Klinikum sowie den Landkreis Elbe-Elster und befindet sich derzeit in den letzten beiden Semestern ihres Medizinstudiums, dem sogenannten Praktischen Jahr.

„Das Praktische Jahr ist in drei Tertiale aufgeteilt, die jeweils rund vier Monate dauern. Tertiale in der Chirurgie und der Inneren Medizin sind Pflicht, das dritte ist frei wählbar“, erläutert die angehende Medizinerin die Regularien. Gegenwärtig absolviert sie ihr zweites Tertial in der Inneren Medizin im Krankenhaus Herzberg. „Ich habe mich sehr auf die Zeit in Herzberg gefreut. Man kennt sich inzwischen untereinander, da ich bereits mehrere Stationen und Phasen meines Studiums in Herzberg absolviert habe. Das Team ist toll und die Atmosphäre sehr familiär. Die Ausbildung und die Weiterbildungsmöglichkeiten am Elbe-Elster Klinikum lassen so gut wie keine Wünsche offen“, erzählt die 32-Jährige voller Begeisterung.
Bis Ende Dezember ist sie noch im Krankenhaus Herzberg tätig, danach macht sie ihr drittes Tertial im Bereich Allgemeinmedizin. Anschließend steht das dritte Staatsexamen an und sie kann als Assistenzärztin ihre praktische Tätigkeit aufnehmen.

Ihr Weg wird dann mit großer Wahrscheinlichkeit wieder ins Herzberger Krankenhaus führen. Denn mit dem Stipendium verpflichtete sie sich einst für fünf Jahre im Elbe-Elster Klinikum tätig zu werden. „Ich habe diese Bauchentscheidung von damals nie bereut. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, welche Facharztausbildung es werden soll, aber der Inneren Medizin möchte ich gern erhalten bleiben“, wagt Maria Bührig einen Blick in die Zukunft. Vor allem der Bereich der Gastroenterologie hat es ihr angetan. Das ist ein Teilbereich der Inneren Medizin, der sich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der zum Verdauungstrakt gehörenden Hormondrüsen wie der Bauchspeicheldrüse beschäftigt. „In diesem Bereich kann ich zum Beispiel durch die Endoskopie nah an den Patienten arbeiten und sehe sofort ein Ergebnis“, erklärt die junge Frau. Das sei ihr besonders wichtig und entspricht ihrem beruflichen Werdegang, der als Krankenschwester begann.

Das Elbe-Elster Klinikum unterstützt als Akademisches Lehrkrankenhaus die MHB und fördert kontinuierlich Studierende. Darüber hinaus engagiert sich der Ärztliche Direktor des Elbe-Elster Klinikums, Prof. Dr. Roland Reinehr, in der Lehre und hält Vorlesungen sowie Seminare.

Das Elbe-Elster Klinikum hat seine Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patienten nochmals ausgeweitet und damit der neuen Pandemielage im Landkreis Elbe-Elster Rechnung getragen.

Im eigens dafür eingerichteten Corona-Bereich am Krankenhausstandort Finsterwalde wurden die Behandlungskapazitäten für insgesamt 20 stationäre Covid-19-Patienten erweitert. Diese Patienten werden von einem hochqualifizierten und engagierten Team bestehend aus Krankenschwestern und Ärzten rund um die Uhr engmaschig betreut. „Wir sind als Klinikleitung sehr stolz und sehr froh, solche engagierten Mitarbeiter am Standort Finsterwalde zu haben“, betont Michael Neugebauer, Geschäftsführer der Elbe-Elster Klinikum GmbH. Dieser Isolierbereich entspricht einer ganz normalen Station in einem Krankenhaus, jedoch ist diese Station nur über eine Schleuse zu betreten und die Patienten sind ansonsten in einem Ein- bzw. Zweibettzimmer untergebracht. Betreut werden diese Patienten von insgesamt 16 Krankenschwestern und fünf Ärzten verschiedener Fachrichtungen.

Auch an den Krankenhausstandorten Herzberg und Elsterwerda werden Patienten mit Covid-19-Verdacht aufgenommen und behandelt. Sollte sich der Verdachtsfall bestätigen, so werden die Patienten nach Finsterwalde verlegt, um sie dort allumfassend betreuen zu können.

„Sollte sich der Gesundheitszustand unserer Patienten aufgrund von Corona rapide verschlechtern, so stehen dafür an allen drei Standorten des Elbe-Elster Klinikums Intensivkapazitäten inklusive Beatmungsmöglichkeiten zur Verfügung“, erläutert der Geschäftsführer weiter.

Bisher schätzt der Krisenstab des Klinikums die Lage als stabil ein. Es gibt derzeit 20 Verdachtsfälle in Elsterwerda und Herzberg, acht Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind auf der Normalstation im Isolierbereich in Finsterwalde und einen überwachungspflichtigen Patienten auf der Intensivstation ebenfalls in Finsterwalde.

Unterstützt wird der Standort Finsterwalde in seinem eigentlichen Versorgungsauftrag bei der Bewältigung dieser wichtigen Aufgabe von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Standorte Elsterwerda und Herzberg, sodass es in der Behandlung von Patienten, die nicht an Covid-19 erkrankt sind, zu keinen Engpässen in der Versorgung kommt. Alle Standorte, auch Finsterwalde, stehen der Bevölkerung uneingeschränkt zur Verfügung. Alle Sprechstunden finden in gewohnter Weise statt.

Das Elbe-Elster Klinikum hat derzeit sieben auf Covid-19 positiv getestete Patienten in stationärer Behandlung. Es befinden sich 17 Mitarbeiter in Quarantäne.

Die Personalsituation ist angespannt. Die Patientenversorgung ist jedoch sichergestellt und nicht gefährdet. Alle im DIVI-Register gemeldeten Intensivkapazitäten stehen bereit.

Der Krisenstab tagt täglich, hat die Corona-Situation im stetigen Blick, um adäquat und zeitnah reagieren zu können.

Aufgrund der stark zunehmenden Zahlen von Covid-19-Infektionen in der Lausitz sind ab sofort in den drei Krankenhäusern des Elbe-Elster Klinikum in Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg keine Besucher mehr erlaubt.

Dies gilt bis auf Wiederruf und ist eine Vorsichtsmaßnahme zum Infektionsschutz.

Es wird um Verständnis gebeten.

Dr. Wolfgang Möbius ist neuer ärztlicher Leiter in der MVZ-Hausarztpraxis in Falkenberg. Dr. Möbius ist bei den Falkenbergern ein alter Bekannter und sehr erfahrener Facharzt für Innere Medizin sowie Hausarzt. Er blickt stolz auf über 50 Berufsjahre zurück. Bis vor fünf Jahren praktizierte der 82-jährige Dr. Möbius in seiner Praxis in der Gartenstraße, dann übernahm Alexander Studier das Zepter in der Hausarztpraxis. Doch Dr. Möbius dachte nicht ans Aufhören und die Falkenberger waren ihm dankbar dafür. „In den letzten Jahren unterstützte ich Alexander Studier in seiner Praxis und half immer wieder aus, wenn Not am Mann war“, so der Mediziner aus Leib und Seele. „Nun freue ich mich sehr, dass ich wieder für die Patienten da sein kann und im MVZ gebraucht werde“, sagt er. Das Rentnerdasein ist scheinbar nichts für den gebürtigen Chemnitzer.

„Wir sind froh, dass wir mit Dr. Möbius einen sehr erfahrenen Mediziner als ärztlichen Leiter für das MVZ Falkenberg gewinnen konnten, der die von Frau Jurcic-Vaclavikova sehr abrupt gerissene Lücke in der Falkenberger Patientenversorgung kompensiert. Ab Mitte Oktober wird zusätzlich Frau Dr. Große im MVZ für unsere Patienten da sein“, erläutert Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer. Die MVZ-Praxis in Falkenberg ist eine von 27 Arztpraxen, die das Elbe-Elster Klinikum an 12 Standorten betreibt. Über diese medizinischen Versorgungszentren (MVZ) unterstützt das Klinikum die ambulante wohnortnahe medizinische Versorgung in der Region Südbrandenburg.

Das Elbe-Elster Klinikum weist erneut auf seine aktuellen Besuchsregelungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hin.

Es sind Besuche von Angehörigen in den Krankenhäusern Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg unter strengen Auflagen möglich. Pro Patient sind zwei Besucher für eine Stunde erlaubt. Die möglichen Zeitfenster eines Besuches sind von 10 bis 11 Uhr, 13 bis 14 Uhr, 14 bis 15 Uhr oder 15 bis 16 Uhr. Der Besuch ist nur nach telefonischer Anmeldung möglich, die mindestens einen Tag vorher auf der entsprechenden Station erfolgen muss.

Alle Besucher müssen sich im Klinikum zuerst an der Rezeption und danach beim Personal auf der jeweiligen Station anmelden. Zu beachten ist auch, dass das Klinikum nur mit einem persönlichen Mund-Nasen-Schutz betreten werden darf. Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Besucher frei von Erkältungssymptomen sein muss, da ansonsten kein Besuch möglich ist.

Bilanz für 2019 bestätigt gesunde Basis und ausreichend liquide Mittel

Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2019 bescheinigt der Elbe-Elster Klinikum GmbH mit ihren drei Krankenhaus-Standorten in Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg sowie den Tochtergesellschaften Medizinisches Versorgungszentrum und Klinikservice ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019. Demnach stieg der Umsatz um 2,8 Prozent auf 85,5 Millionen Euro im Vergleich zu 2018 (83,1 Millionen Euro). Das Klinikum erwirtschaftete im Jahr 2019 einen Überschuss von 544.000 Euro. „Wir haben auch das vergangene Geschäftsjahr zum wiederholten Mal in Folge erfolgreich abgeschlossen. Damit führen wir unseren soliden Weg in sicherem Fahrwasser fort“, resümiert Geschäftsführer Michael Neugebauer.

Investiert wurde im Jahr 2019 mit dem Tarifabschluss und den damit verbundenen Tarifsteigerungen erneut insbesondere in das Personal. Die Personalkosten stiegen um 4,2 Millionen Euro auf 53,6 Millionen Euro. Mit 1.098 Mitarbeitern zählt das Elbe-Elster Klinikum zu den größten Arbeitgebern im Landkreis. Im Vergleich zum Jahr 2018 konnten zusätzlich 41 neue Mitarbeiter, davon 14 Ärzte und 18 Mitarbeiter im Pflegedienst, eingestellt werden. „Unsere Mitarbeiter machen einen fantastischen Job, deshalb ist es nur folgerichtig, dass sie das auch im Portemonnaie merken“, betont Michael Neugebauer. Die Patientenzahl ist mit 40.000 ambulanten und stationären Patienten im vergangenen Jahr nahezu konstant geblieben.

Investitionen in Medizintechnik und Gebäude

Viel Wert wird im Klinikum nicht nur auf die personelle Ausstattung gelegt, sondern auch auf die Medizintechnik. Im Jahr 2019 wurden 5,5 Millionen Euro für investive Maßnahmen wie medizinische Geräte und medizintechnische Einrichtungen sowie Baumaßnahmen ausgegeben. Und auch künftig sind Investitionen für die Standorte des Elbe-Elster Klinikums beabsichtigt. So sind für die nächsten Jahre insbesondere an den Klinikstandorten Herzberg und Finsterwalde weitere Baumaßnahmen geplant.
Die ersten Schritte zum Bau eines neuen MRT in Herzberg im Herzen des Klinikgeländes mit einem Investitionsvolumen von etwa 2,5 Millionen Euro werden demnächst in die Wege geleitet. Und auch in Finsterwalde wird der denkmalgeschützte Klinikteil an der Kirchhainer Straße kontinuierlich weiter restauriert. Ebenfalls befindet sich der Bau eines neuen Gebäudes an Stelle der abgerissenen ehemaligen Gynäkologie in Finsterwalde in Planung.

Das Elbe-Elster Klinikum verfolgt kontinuierlich die Strategie, seinen Patienten wohnortnah fernab der Großstädte eine breite medizinische Versorgung auf hohem fachlichem und modernem Niveau anzubieten. Dazu hat es sich in den vergangenen Jahren in einzelnen Bereichen wie beispielsweise der Endoprothetik, der Endoskopie, der Gefäßmedizin und der interdisziplinären Wundversorgung einen Namen über die Landkreisgrenzen hinaus gemacht.

Umsatzsteigerung auch in MVZ-Praxen und Facharztausbildung

Außerdem unterstützt das Klinikum im Auftrag des Landkreises Elbe-Elster die ambulante Versorgung, wohlwissend, dass diese nicht direkt zum eigentlichen Versorgungsauftrag gehört. Inzwischen betreibt das Klinikum über sein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) 29 Arztpraxen an 15 Standorten. „Es handelt sich dabei größtenteils um viele Einzelarztpraxen, die schon lange erfolglos nach einem Nachfolger gesucht haben“, beschreibt der Geschäftsführer die Situation. Auch bei den MVZ-Praxen blickt Michael Neugebauer auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2019. Der Umsatz stieg im Jahr 2019 auf 5,1 Millionen Euro und damit um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt 224.000 Euro wurden hier investiert. Die Zahl der Beschäftigten in den MVZ-Praxen ist von 77 im Jahr 2018 auf 92 im vorigen Jahr gestiegen.

Dass das Zusammenspiel zwischen Elbe-Elster Klinikum und MVZ-Praxen auch im Hinblick auf die Facharztausbildung Früchte trägt, ist kein Zufall. „Angehende Hausärzte können bei uns im Elbe-Elster Klinikum ihre gesamte Facharztausbildung absolvieren. Wir bieten alle klinischen und hausärztlichen Ausbildungsteile an und sorgen somit auch für den dringend notwendigen Ärztenachwuchs in der Peripherie“, erläutert Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer.

Seit dem 1. Juli gibt es in den Krankenhäusern Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg keine ambulanten Corona-Tests mehr. Die entsprechenden Abstrichsstellen des Elbe-Elster Klinikums, die der Bevölkerung bis dahin zusätzlich zur Verfügung standen, wurden geschlossen.

Grund dafür ist, dass die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) mit Wirkung zum 1. Juli 2020 die Vorgehensweise zur ambulanten Testung für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in ihre Verantwortung übernommen. Damit verbunden sind auch die Durchführung der Abstrichentnahmen und Beauftragung der Laboruntersuchungen, die nun ausschließlich den niedergelassenen KV-Vertragsärzten vorbehalten sind.

Davon ausgenommen sind diejenigen Tests, die den Hygieneregelungen bei einer Behandlung in einem der Krankenhäuser des Elbe-Elster Klinikums folgen sowie auch Testungen, die durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst veranlasst werden.

Nora Lang ist nach 14 Jahren in diesem Frühjahr in ihre einstige Heimat Bad Liebenwerda zurückgekehrt und glücklich über ihre Entscheidung. Ihrem Traum von der Fachärztin für Allgemeinmedizin ist sie zum Greifen nah. Nora Lang absolviert derzeit ihre Facharztausbildung am Elbe-Elster Klinikum in Elsterwerda. „Ich bin sehr froh, dass es mit meiner Initiativbewerbung geklappt hat und ich hier vor Ort meine komplette Facharztausbildung durchführen kann“, sagt die angehende Allgemeinmedizinerin. Ihr sei es wichtig gewesen, die Ausbildung in einem kleineren, familiären Krankenhaus durchzuführen. „Anders als in einer großen Uniklinik darf man in den kleineren Häusern schneller selbstständiger und praktischer tätig sein“, erläutert sie ihre Beweggründe für das Elbe-Elster Klinikum.

Nora Lang stammt aus Bad Liebenwerda, ist hier zur Schule gegangen, hat Familie und Freunde in der Kurstadt. Nach dem Abitur zog es sie nach Leipzig, wo sie zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte. „Ich möchte diese Erfahrung als Krankenschwester nicht missen und bin froh, dass ich den Weg so gegangen bin. So habe ich von der Pike auf gelernt, was es heißt, im Medizinbereich tätig zu sein“, beschreibt die 33-Jährige. Inzwischen hat sie ihr Medizinstudium in Leipzig mit dem Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen. Im Frühjahr dieses Jahres begann sie im Krankenhaus Elsterwerda ihre fünfjährige Facharztausbildung zur Allgemeinmedizinerin.

„Ich würde später gern einmal eine eigene Praxis führen“, verrät die junge Frau ihre Pläne. In der Chirurgie in Elsterwerda wird sie bis zum Oktober den Medizinern über die Schultern blicken und selbst an der einen oder anderen Stelle Hand anlegen dürfen. „Anschließend ist geplant, dass ich für drei Jahre zur Inneren Medizin hier im Krankenhaus Elsterwerda wechsle“, so Nora Lang. Als letzte Station der Facharztausbildung sind 18 Monate in einer Hausarztpraxis vorgesehen. Dafür stehen ihr mehrere Ausbildungs-MVZ-Praxen des Elbe-Elster Klinikums zur Verfügung.

Die Arbeitsabläufe in einer Hausarztpraxis hatte sie bereits während einer sogenannten Famulatur, also praktische Zeiten innerhalb des Medizinstudiums, kennengelernt. Diese Station führte sie damals in eine Hausarztpraxis nach Bad Liebenwerda. „Dadurch reifte in mir die Entscheidung, mich für die Fachrichtung Allgemeinmedizin zu entscheiden, bei der ich mehrere Generationen von Jung bis Alt begleiten darf“, beschreibt die zukünftige Allgemeinmedizinerin. 

„Angehende Hausärzte können bei uns im Elbe-Elster Klinikum ihre gesamte Facharztausbildung absolvieren. Möglich ist dies durch das Zusammenspiel von Elbe-Elster Klinikum und seiner MVZ-Praxen im Hinblick auf die klinischen und hausärztlichen Ausbildungsteile. Damit können wir das komplette Weiterbildungsspektrum zum Allgemeinmediziner anbieten“ erläutert Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer.

Das Elbe-Elster Klinikum ist intensiv dabei, eine Nachfolge-Lösung für seine MVZ-Hausarztpraxis in Großthiemig zu finden. „Wir bedauern die Kündigung von Frau Metzger sehr und wurden von dieser überrascht“, betont Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer. „Seither setzen wir alle Hebel in Bewegung, um schnellstmöglich eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu finden. Derzeit befinden wir uns in Gesprächen mit möglichen Ärzten und hoffen, bald wieder die ambulante hausärztliche Versorgung in Großthiemig unterstützen zu können“, erklärt der Geschäftsführer.

Im Auftrag des Landkreises Elbe-Elster unterstützt das Elbe-Elster Klinikum die ambulante wohnortnahe Versorgung, wohlwissend, dass diese nicht direkt zum eigentlichen Versorgungsauftrag gehört. Inzwischen betreibt das Klinikum 29 Arztpraxen an 15 Standorten. Diese befinden sich im Landkreis Elbe-Elster in Finsterwalde, Herzberg, Elsterwerda, Falkenberg, Massen, Sallgast und Großthiemig sowie an den Landkreisgrenzen in Oberspreewald-Lausitz (Lauchhammer, Schipkau, Grünewalde) und Teltow-Fläming (Dahme). „Es handelt sich dabei größtenteils um viele Einzelarztpraxen, die schon lange erfolglos nach einem Nachfolger gesucht haben. Diese Arztpraxen wurden von uns größtenteils modernisiert und werden im Rahmen unserer medizinischen Versorgungszentren mit Ärzten im Angestelltenverhältnis besetzt. Leider besteht damit immer das Risiko einer kurzfristigen Kündigung, wie im Falle der Allgemeinarztpraxis in Großthiemig“, erläutert Michael Neugebauer.

Die Pädiatrie im Krankenhaus Herzberg hat seit Anfang April einen neuen Chefarzt. Dr. med. Bernt Martin Weiß hat die Position von Dr. med. Jürgen Schwarick übernommen, der in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist.

Mit Dr. med. Bernt Martin Weiß gelang es dem Klinikum, einen versierten und erfahrenen Facharzt in der Kinder- und Jugendmedizin für sich zu gewinnen. Der 62-Jährige ist in Löbau in der Oberlausitz aufgewachsen und hat an der Universität Leipzig Medizin studiert. Die Facharztausbildung für Kinder- und Jugendmedizin absolvierte er in Meißen und Dresden. Seit 2008 war Dr. Weiß in leitenden Positionen in verschiedenen Kinderkliniken tätig und hatte unter anderem auch Lehraufträge an den Universitäten Jena und Rostock zur Betreuung von Studenten inne. Bevor er nun nach Herzberg wechselte und damit ein Stück wieder näher an die sächsische Heimat heranrückte, war er seit 2012 Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt.

Die medizinischen Schwerpunkte des neuen Chefarztes liegen in der Notfallmedizin und der Hirnstromdiagnostik. Außerdem legt er viel Wert auf die wohnortnahe Betreuung der kleinen Patienten und auf ein erweitertes Angebot zur stationären Diagnostik. „Darüber hinaus ist mir die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kinderärzten und Allgemeinmedizinern besonders wichtig“, betont Chefarzt Dr. Weiß.

In den ersten Wochen seiner Tätigkeit im Elbe-Elster Klinikum ist dem Chefarzt positiv aufgefallen, dass mit den flachen Hierarchien und übersichtlichen Strukturen im Klinikum eine erhöhte Flexibilität sowie ein rasches Lösen fachübergreifender Fragen einhergehen. „Außerdem war ich gleich von den kleinen kompetenten Teams beeindruckt“, blickt der Chefarzt auf seine ersten Arbeitstage zurück. „Mit diesen Voraussetzungen können wir unsere pädiatrischen Patienten und ihre erwachsenen Begleiter individueller betreuen und andererseits auch Assistenzärzte direkt anleiten“, zählt er die Vorteile im Elbe-Elster Klinikum auf. Hinzu kämen noch Synergien, die durch die Aufteilung des Klinikums in drei Standorte genutzt werden können.

In seiner knappen Freizeit freut sich Chefarzt Dr. Weiß bereits auf die Erkundung der Region, die jedoch bisher aufgrund der Corona-Beschränkungen kaum möglich war. Er ist Liebhaber von Kunst, Musik und Literatur und dürfte damit im Elbe-Elster Kreis mit seinem reichhaltigen Kulturangebot voll auf seine Kosten kommen.

Mit Sören Pest gelang es, die seit einiger Zeit vakante Chefarzt-Stelle in der Psychiatrie im Krankenhaus Finsterwalde wieder zu besetzen. Sein Start Anfang April war von den Beschränkungen der Corona-Pandemie geprägt. Im Interview erzählt der 52-Jährige seine Beweggründe vom Städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt ins Elbe-Elster Klinikum zu wechseln.

Herr Chefarzt Pest, Ihr Start im Elbe-Elster Klinikum fiel genau in die Hochphase der Corona-Pandemie. Wie haben Sie ihn empfunden?

Chefarzt Pest: Eine psychiatrische Klinik ist auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit externen Partnern angewiesen. Als neuer Chefarzt ist man deshalb natürlich bestrebt, sich möglichst schnell Institutionen, Behörden, Trägern psychosozialer Hilfen, niedergelassenen Ärzten oder auch anderen Kliniken persönlich vorzustellen. Das war aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen nicht möglich. Ich hoffe, dies bald nachholen zu können.

Wie war der Start innerhalb des Elbe-Elster Klinikums?

Chefarzt Pest: Mir sind besonders die Freundlichkeit und der Vertrauensvorschuss aufgefallen, mit denen ich von den Mitarbeitern in der Klinik empfangen wurde. Mein Eindruck ist, dass alle Mitarbeiter in der Psychiatrie sehr motiviert sind sowie mit Spaß und Engagement ihrer Arbeit nachgehen. Ohne sie wäre diese schwere Arbeit nicht zu schaffen. Psychiatrische Arbeit findet heutzutage in multiprofessionellen Teams statt. Dies bedeutet, dass Pflegekräfte und Spezialtherapeuten neben Ärzten und Psychologen einen ganz wesentlichen Anteil an der Genesung der Patienten haben. Dafür ist es  erforderlich, dass alle Berufsgruppen gut und professionell miteinander kommunizieren können, also die Hierarchien funktionell flach sind.

Sie wechselten im Jahr 2018 nach Eisenhüttenstadt und nun nach Finsterwalde. Verraten Sie uns Ihre Beweggründe?

Chefarzt Pest: In beiden Krankenhäusern bot sich mir die dankbare Chance, mich weiter zu entwickeln. Diese wollte ich nutzen. Als Chefarzt hat man die Möglichkeit, mehr Verantwortung zu übernehmen und einen größeren Gestaltungsspielraum zu haben, um eigene Ideen einzubringen. Hinzu kommen jetzt in Finsterwalde auch äußerliche Gründe, wie die für mich gute Erreichbarkeit der Klinik, denn mit meiner Frau wohne ich im Landkreis Dahme-Spreewald.

Wie sieht ihr bisheriger Werdegang aus? Sie haben lange Zeit in Berlin gelebt.

Chefarzt Pest: Genau, ich komme ursprünglich aus Niedersachsen und habe in Kiel und Berlin Medizin studiert. Anschließend war ich für einige Jahre in der Pathologie an der Charité und habe zusätzlich ein Aufbaustudium Gesundheitswissenschaften/Public Health absolviert. In diesem Bereich war ich dann auch einige Zeit in der Wissenschaft und Forschung an der Technischen Universität Berlin tätig. Später bin ich dann sozusagen „quer“ in das Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie eingestiegen. Meine Facharztausbildung habe ich am Vivantes Klinikum Kaulsdorf in Berlin gemacht. Begleitend dazu absolvierte ich eine grundlegende Ausbildung zum Psychoanalytiker am Institut für Psychotherapie in Berlin. Am Vivantes Klinikum Kaulsdorf war ich dann auch einige Jahre als Facharzt und später als Oberarzt tätig. Als Leitender Oberarzt wechselte ich im Jahr 2018 an das Städtische Krankenhaus Eisenhüttenstadt und bin nun seit April Chefarzt hier in Finsterwalde.

Was sind Ihre fachlichen Schwerpunkte? Worauf möchten Sie im Elbe-Elster Klinikum besonderen Wert legen?

Chefarzt Pest: Meine persönlichen fachlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Allgemein-Psychiatrie. Zum einen interessieren mich die Psychosen und schwere affektive Erkrankungen, also die mit Stimmungswechseln wie Depressionen einhergehen, zum anderen beschäftige ich mich schon lange mit den sogenannten Persönlichkeitsstörungen. Und auch wenn ich mich nicht primär als „Gerontopsychiater“ bezeichnen würde, also als einen Spezialisten, der sich mit seelischen Erkrankungen im höheren Alter beschäftigt, so habe ich früher jedoch länger in diesem Bereich gearbeitet und kann heute diese Erfahrungen in die Versorgung älterer Menschen mit einfließen lassen. Psychische Erkrankungen sind insgesamt recht häufig und kommen vielgestaltig daher. Letztlich scheint es so zu sein, dass kein Mensch vor der Möglichkeit gefeit ist, eine seelische Krise oder eine psychische Erkrankung irgendwann mal zu entwickeln. Menschen suchen sich diese Erkrankungen nicht aus, genauso wenig wie sie sich beispielsweise eine Blinddarmentzündung oder einen Herzinfarkt aussuchen. Auch können sich Menschen nicht einfach entscheiden, diese Erkrankungen nicht mehr zu haben oder können sich nicht „einfach zusammenreißen“.

Wie ist Ihr Behandlungsansatz für psychische Erkrankungen?

Chefarzt Pest: Ich verstehe seelische Probleme und psychische Erkrankungen einerseits vor dem Hintergrund des sogenannten  biopsychosozialen Krankheitsmodells. Als Psychoanalytiker habe ich dabei naturgemäß ein besonderes Interesse an psychotherapeutischen Verfahren, die heutzutage sehr viel leisten können und ohne die die moderne Psychiatrie nicht mehr auskommt. Andererseits ist jede Patientin, jeder Patient ein Individuum mit seiner eigenen Geschichte, seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen, die es zu respektieren und verstehen gilt. Als Vertreter der sogenannten „sprechenden Medizin“ halte ich es für essentiell wichtig, in der psychiatrischen Versorgung medikamentöse oder andere somatische Therapieverfahren und insbesondere psychotherapeutische sowie sozialpsychiatrische Therapieansätze gleichermaßen und gleichberechtigt  anbieten zu können. Oftmals ist es bei schweren Krankheitsverläufen ohnehin erst die Kombination und das Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Verfahren, die eine Besserung bewirken können. Hierfür möchte ich mich einsetzen und die bestehenden guten Behandlungsangebote in Finsterwalde weiter ausbauen.

Besserung oder Linderung von psychischen Erkrankungen kann jedoch nur ohne Zwang  in einer angst- und gewaltfreien Atmosphäre und in einer verlässlichen therapeutischen Beziehung wirklich gelingen, in der Patientinnen und Patienten Vertrauen aufbauen, sich öffnen und ihre Probleme mitteilen können. Daher werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, diesen Idealen näher zu kommen.

Eine psychische Erkrankung gilt in der Öffentlichkeit oft noch als Tabuthema. Wie geht es den Betroffenen dabei?

Chefarzt Pest: Betroffene leiden meist sehr unter diesen Erkrankungen, die meist auch lange dauern, manchmal sogar lebenslang, und nicht vorbeigehen wie ein Schnupfen. Auch schämen sich viele Betroffene für ihre Erkrankung, nicht zuletzt auch, weil im Umfeld und allgemein in der Gesellschaft oft noch ein großes Unwissen über die Natur dieser Erkrankungen herrscht und Betroffene häufig auf Unverständnis treffen. Hinzu kommt, dass Betroffene sich meist nicht gut mitteilen können und psychisch Erkrankte, die in der Psychiatrie behandelt werden, oft noch mit Stigmatisierungen zu kämpfen haben. Dies hat sich erst in den letzten Jahren etwas gebessert, wie das Beispiel der Depression zeigt.

Sie zeigten sich sofort von der Psychiatrischen Station in Finsterwalde und der Psychiatrischen Tagesklinik in Elsterwerda begeistert. Warum?

Chefarzt Pest: Mir gefällt besonders gut, dass die psychiatrische Klinik in Finsterwalde einen großen begrünten und bepflanzten Außenbereich und offenen Innenhof hat, den unsere Patientinnen und Patienten nutzen können, was therapeutisch ein Gewinn ist. Ebenso ist die innere Aufteilung der Stationen durch offene Flure und Kommunikationsecken aufgelockert. Die Klinik wirkt dadurch sehr hell, was zum Wohlfühlen beitragen kann. Begeistert war ich außerdem von der Tagesklinik in Elsterwerda, die ich räumlich und baulich gelungen finde. Dort wirkt alles sehr hell, freundlich und großzügig, was gute Grundlagen für therapeutisches Arbeiten schafft.

Eine letzte Frage zum Schluss: Was macht der Chefarzt, wenn er etwas Freizeit hat?

Chefarzt Pest: Ich bin viel mit meiner Frau und unseren Hunden im südöstlichen Brandenburg unterwegs und liebe die Landschaft, die Natur, die Wälder und die Seen. Als junger Mensch zog es mich aus einem eher ländlichen Gebiet in die Großstadt. Inzwischen finde ich Großstädte zu laut, zu hektisch und leider oft zu dreckig. Die Ruhe, Gelassenheit und meist Naturverbundenheit der Landbevölkerung, zu der ich mich auch wieder zähle, ist für mich passender. Außerdem lese ich gern und viel. Wenn dann noch Zeit bleibt, spiele ich ein bisschen Gitarre oder betreibe Radsport.

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