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Die im Frühjahr erzielte Tarifeinigung für die nicht ärztlichen Beschäftigten des Elbe-Elster Klinikums ist nun von allen Seiten unterzeichnet. „Sowohl wir als Klinikum als auch der Bundesvorstand von ver.di. haben die Tarifeinigung jetzt unterschrieben“, erläutert Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer und erklärt weiter: „Das heißt, dass wir mit der Juni-Gehaltszahlung die Tariferhöhung rückwirkend zum 1. Januar auszahlen werden.“ So erhalten die rund 730 nicht ärztlichen Beschäftigten der Elbe-Elster Klinikum GmbH in diesem und nächstem Jahr eine achtprozentige lineare Gehaltserhöhung. Ab Januar 2019 gibt es rückwirkend 4,5 Prozent mehr Lohn und ab Januar 2020 noch einmal 3,5 Prozent.

Des Weiteren wurde mit der Tarifeinigung eine Erhöhung des Zuschlags für die Nachtarbeit sowie die Einführung eines Nachtzuschlages für den Bereitschaftsdienst beschlossen. Außerdem erhalten Pflegefachkräfte der Entgeltgruppe KR 9a mit einer Fachweiterbildung in den Bereichen ITS, OP, Anästhesie, Psychiatrie und neu in der Notaufnahme eine Entgelterhöhung vor der Tariferhöhung. Weiterhin wird in dieser Entgeltgruppe eine Stufe 6 eingeführt. Für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Hebammen im Kreißsaal, Gesundheits- und Krankenpfleger in der Notaufnahme, Operationstechnische Assistenten sowie Medizinisch-technische Radiologieassistenten erfolgt außerdem zum 1. Januar 2019 eine Verbesserung der Eingruppierung.

Von dem neuen Tarifvertrag profitieren auch die Auszubildenden im Elbe-Elster Klinikum. Sie erhalten ebenfalls eine zweistufige Erhöhung zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020. So erhält ein Auszubildender in der Pflege und als Operationstechnischer Assistent im Jahr 2020 im ersten Lehrjahr 1.035 Euro und im dritten Lehrjahr 1.230 Euro. Im Tarifvertrag für die Auszubildenden ist zudem geregelt, dass Azubis nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung bei betrieblichem Bedarf unmittelbar nach der Ausbildung in ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis übernommen werden.

Insgesamt bedeutet der neue Tarifvertrag für das Elbe-Elster Klinikum eine Lohnerhöhung von elf Prozent. Er hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.

Am 10. und 17. Juli bietet die Gefäßmedizin im Krankenhaus Herzberg auch in diesem Jahr wieder Informationstage zur Hals und Bauchschlagader an. Diese finden jeweils von 10 bis 15 Uhr statt. Dabei erfahren Interessierte an beiden Tagen in stündlichen Vorträgen von Chefarzt Privatdozent Dr. Roland Zippel alles Wissenswerte rund um die Hals- und Bauchschlagader. Darüber hinaus werden Ultraschalluntersuchungen, sogenannte Screenings, der Hals- und Bauchschlagader durch Oberärztin Ewa Swiecka und weiteren Kollegen angeboten. Hierfür bittet das Klinikum um vorherige Anmeldung unter 03535 491-290, so dass ein Termin vereinbart und damit unnötige Wartezeiten vermieden werden können. Die Untersuchung ist komplett schmerzlos und strahlungsfrei.

Ähnliche Informationstage mit Screening hatte die Herzberger Gefäßmedizin auch im vergangenen Jahr angeboten, die auf enorme Besucherresonanz stießen. Mit einem Utraschallscreening können Erweiterungen der Schlagadern frühzeitig erkannt und dargestellt werden, so dass vorbeugende Maßnahmen möglich sind. Eine rechtzeitige Diagnose ermöglicht einen schonenden minimalinvasiven Eingriff mit Stabilisierung des Gefäßes von Innen. Eine Notfalloperation im Blutungsschock kann so häufig verhindert werden.

Werdende Mütter, Väter und Angehörige können sich wieder am 3. Juli um 19 Uhr im Krankenhaus Herzberg über eine Entbindung informieren. Dabei werden Fragen rund um die Geburt erläutert und erklärt, wie diese so natürlich, aber auch so sicher wie möglich gestaltet werden kann. Mit dem Chefarzt der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, deren Hebammen und dem Chefarzt der Kinderabteilung stehen kompetente Partner für Gespräche zur Verfügung. Außerdem erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die verschiedenen Kreißsäle des Krankenhauses. Treffpunkt für alle Interessierten ist der Speiseraum des Krankenhauses Herzberg, Alte Prettiner Straße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Elbe-Elster Klinikum GmbH bietet werdenden Eltern in regelmäßigen Abständen  Informationsabende zu Schwangerschaft, Geburt und Baby an. Der nächste Infoabend findet am 4. September statt. Mehr zu den Angeboten des Klinikums vor, während und nach der Entbindung sind zudem hier auf dieser Homepage zu finden.

Ein Benefizturnier mit Suchtcharakter lautete das Fazit des ersten Fußballturnieres von Mitarbeitern des Elbe-Elster Klinikums. Das heißt, es wird auf jeden Fall eine Wiederholung geben. „Ausgelassene Stimmung, zahlreiche Gäste und eine wunderbare Summe für die Jugendfeuerwehr in Elsterwerda – das kann sich sehen lassen und wird auf jeden Fall wieder stattfinden“, freut sich Klinikum Geschäftsführer Michael Neugebauer. Gemeinsam mit Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich eröffnete er das Fußballturnier der besonderen Art. Denn es spielten nicht Profifußballer gegeneinander, sondern die Mitarbeiter des Klinikums.

Im Elsterwerdaer Holzhof ging es dabei nicht nur um den Spaß an der Bewegung, sondern auch um einen guten Zweck. Angetreten waren drei Frauen- und zwei Männermannschaften, die jeweils gegeneinander spielten und ihre Sieger ermittelten. Vertreten waren Mitarbeiter aus allen Fachbereichen und allen Berufsgruppen im Klinikum. Wie bei einem echten Turnier durfte der Einmarsch der Mannschaften mit Hymnen und Fahnen nicht fehlen. Die Fahnen wurden von der Jugendfeuerwehr getragen, als Hymnen erklang neben der Nationalhymne und dem Brandenburglied auch das Sängerlied der Stadt Finsterwalde. Einige Cheerleader sowie Stadionsprecherin Schwester Simone, Pflegedienstleiterin im Krankenhaus Elsterwerda, sorgten für die entsprechende Stimmung beim Publikum. Die beiden Chefärzte Frank Hoffmann und Ronald Hartmann wechselten an diesem Nachmittag den weißen Kittel gegen die Trillerpfeife und übernahmen als Schiedsrichter das Sagen.

Am Rande des Spielfeldes war zudem ein Sanitätszelt aufgebaut, wo in spezieller Schwesterntracht die fachkundige Versorgung erfolgte. Außerdem konnten an diesem Nachmittag die Kinder ihre Puppen oder Teddys von einem Puppendoktor behandeln lassen. Für die kleinen Gäste gab es zudem ein Elfmeterschießen, bei dem natürlich alle Kinder das Runde ins Eckige trafen.

Zum Schluss gingen die Männermannschaft Elsterwerda und die Frauen-MIX-Mannschaft aus Elsterwerda als Sieger vom Platz. Das Spielergebnis war jedoch eher zweitrangig, denn die Veranstalter freuten sich über einen Erlös von 947 Euro aus Spenden und der Versorgung mit Bratwurst und Getränken. Das Klinikum rundete die Summe auf glatte 1000 Euro auf, über die sich die Jugendfeuerwehr in Elsterwerda freuen kann.

Die ersten einhundert Tage gelten im Journalismus als Frist, die man meist einem politischen Amtsträger gibt, um sich einzuarbeiten. Wenn es nach dieser Regel geht, hätte die neue Ärztin im MVZ Großthiemig noch jede Menge Zeit, um in der Praxis anzukommen. Doch sie wurde vom ersten Tag an sowohl vom Schwesternteam als auch von den Patienten gut aufgenommen, wie sich Erika Metzger erinnert. „Die Patienten sind froh, dass sie wieder eine Ärztin mit vollumfänglichen Sprechzeiten haben“, schätzt das Praxisteam ein.

Erika Metzger hat die Hausarztpraxis in Großthiemig Anfang April übernommen. Zuvor überbrückte Jens Lehmann vom MVZ Schipkau die Übergangsphase, seit Dr. Mona Kokot Ende des vergangenen Jahres die Praxis verlassen hatte. Damit ist die medizinische Versorgung für die Patientinnen und Patienten an der Landesgrenze zu Sachsen nahtlos übergegangen und für die Zukunft gesichert. „Durch uns erfolgt eine zuverlässige, freundliche und kompetente Betreuung, wenn es erforderlich ist auch im Rahmen von Hausbesuchen“, erklärt das Praxisteam. Da sie ihre Fachkenntnisse gern in der ambulanten Versorgung von Patienten anwenden und die Region unterstützen wollte, hat sie sich für die Übernahme der Hausarztpraxis in Großthiemig entschieden.

Mit dem Schritt in die Hausarztpraxis kehrt Erika Metzger zu ihren Wurzeln nach Elbe-Elster zurück, denn sie ist in Doberlug-Kirchhain aufgewachsen. Ihr Medizinstudium absolvierte sie in Leipzig und war bis dato als Fachärztin für Innere Medizin im Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt tätig. Zusätzlich zur Tätigkeit in der Praxis nimmt die Ärztin auch am Rettungsdienst im Landkreis Elbe-Elster als Notärztin teil. Zudem plant sie demnächst, sich unter anderem im Bereich Palliativmedizin fortzubilden, um die entsprechende Zusatzbezeichnung zu erlangen. Die Palliativmedizin unterstützt unheilbar kranke Menschen dabei, die verbleibende Lebenszeit mit einer möglichst hohen Lebensqualität zu erleben, selbstbestimmt und ohne unnötiges Leid.

Unter dem Dach des Medizinischen Versorgungszentrums des Elbe-Elster Klinikums gibt es inzwischen 29 Hausarzt- und Facharztpraxen an zwölf Standorten.

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Foto:

Erika Metzger (r.) wurde herzlich in der Praxis in Großthiemig von Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer, Amtsdirektor Thilo Richter, den Schwestern Sibylle Hänsch und Anke Ott sowie dem Projektleiter ambulante Versorgung Uwe Schrader (v.l.n.r.) begrüßt (Foto: EEK)

Kontakt und Sprechzeiten MVZ-Praxis Großthiemig:

Hauptstraße 31, 04932 Großthiemig
Telefon 035343 319

Montag 8 - 12 und 13 - 16.30 Uhr
Dienstag 8 - 13 Uhr
Mittwoch 8 - 13.30 Uhr
Donnerstag 14 - 18 Uhr
Freitag 8 - 11 Uhr

Wenn am Freitag, 24. Mai, um 17 Uhr das Benefiz-Fußballturnier im Elsterwerdaer Holzhof angepfiffen wird, dann geht es für die Mitarbeiter des Elbe-Elster Klinikums nicht nur um den Spaß an der Bewegung, sondern auch um einen guten Zweck. Bei dem Turnier werden Spenden für die Jugendfeuerwehr gesammelt. „Natürlich hoffen wir, dass möglichst viele Zuschauer kommen und einen kleinen Obulus für die Jugendfeuerwehr geben“, sagt Klinikum Geschäftsführer Michael Neugebauer. Generell ist der Eintritt zu diesem Turnier frei.

Antreten werden drei Frauen- und zwei Männermannschaften. Zunächst spielen die Frauen und die Männer untereinander und zum Schluss die jeweiligen Sieger gegeneinander. „Das Turnier findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Elsterwerda statt. Frau Bürgermeisterin Heinrich und ich werden natürlich kräftig die Daumen drücken“, so der Geschäftsführer.
Für das leibliche Wohl ist mit Getränken und Bratwurst ebenfalls gesorgt. Herzlich willkommen sind alle, die sich dieses besondere Turnier nicht entgehen lassen möchten. Wer seine Kinder oder Enkel mitbringt, kann auch deren Puppen oder Teddys vom Puppendoktor behandeln lassen.

Die nächsten Kurse zur Pflege in der Familie des Elbe-Elster Klinikums finden im Mai in den Krankenhäusern in Elsterwerda und Finsterwalde statt. Erstmals werden in Finsterwalde in diesem Jahr drei Samstagstermine angeboten, um Berufstätigen mit längeren Arbeitszeiten ebenfalls die Möglichkeit einer Teilnahme zu bieten. Der nächste Samstagskurs in Finsterwalde findet am 18. Mai von 9 bis 17 Uhr statt.

Der Kurs in Elsterwerda ist am 25. und 26. Mai und dauert am Samstag sechs, am Sonntag drei Stunden. Dieser Kurs setzt sich aus mehreren Einheiten zusammensetzen, deshalb können nicht nur einzelne Tage belegt werden. Eine Teilnahme ist kostenlos und unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder einer Pflegeeinstufung. Das Elbe-Elster Klinikum bittet um vorherige Anmeldung an den Rezeptionen der Krankenhäuser in Elsterwerda unter der Telefonnummer 03533 603-0 und in Finsterwalde unter 03531 503-0, da die Kurse nur stattfinden, wenn ausreichend Teilnehmer gemeldet sind. Im Juni findet der Pflegekurs wieder im Krankenhaus Herzberg statt.

Die Pflegekurse des Elbe-Elster Klinikums richten sich an alle, die bereits von einer Pflegesituation betroffen sind oder wo diese zu erwarten ist. Interessierte können auch präventiv an den Kursen teilnehmen. Pflegebedürftigkeit stellt die Betroffenen ebenso wie deren Familien vor große Herausforderungen. Unterstützung im Alltag muss organisiert werden und die pflegenden Angehörigen haben in vielen Fällen kein anwendungsbereites Pflegewissen. Um hier Abhilfe zu schaffen, setzt das Elbe-Elster Klinikum das Projekt der AOK Nordost „PfiFf – Pflege in Familien fördern“ aktiv um.

Werdende Mütter, Väter und Angehörige können sich wieder am 8. Mai um 19 Uhr im Krankenhaus Herzberg über eine Entbindung informieren. Dabei werden Fragen rund um die Geburt erläutert und erklärt, wie diese so natürlich, aber auch so sicher wie möglich gestaltet werden kann. Mit dem Chefarzt der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, deren Hebammen und dem Chefarzt der Kinderabteilung stehen kompetente Partner für Gespräche zur Verfügung. Außerdem erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die verschiedenen Kreißsäle des Krankenhauses. Treffpunkt für alle Interessierten ist der Speiseraum des Krankenhauses Herzberg, Alte Prettiner Straße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Elbe-Elster Klinikum GmbH bietet werdenden Eltern in regelmäßigen Abständen  Informationsabende zu Schwangerschaft, Geburt und Baby an. Der nächste Infoabend findet am 3. Juli statt. Mehr zu den Angeboten des Klinikums vor, während und nach der Entbindung sind zudem hier auf dieser Homepage zu finden.

Der nächste kostenfreie Pflegekurs findet am 2., 9. und 16. April im Krankenhaus Herzberg des Elbe-Elster Klinikums statt. Er beginnt jeweils um 17 Uhr und dauert drei Stunden. Der Kurs kann unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder einer Pflegeeinstufung in Anspruch genommen werden. Er besteht aus mehreren Einheiten, so dass nicht nur einzelne Tage belegt werden können. Das Elbe-Elster Klinikum bittet um vorherige Anmeldung an der Rezeption des Krankenhauses Herzberg unter der Telefonnummer 03535 491-0, da der Kurs nur stattfindet, wenn ausreichend Teilnehmer gemeldet sind. Im Mai finden die Pflegekurse wieder in den Krankenhäusern in Elsterwerda und Finsterwalde statt.

Die Pflegekurse des Elbe-Elster Klinikums richten sich an alle, die bereits von einer Pflegesituation betroffen sind oder wo diese zu erwarten ist. Interessierte können auch präventiv an den Kursen teilnehmen. Pflegebedürftigkeit stellt die Betroffenen ebenso wie deren Familien vor große Herausforderungen. Unterstützung im Alltag muss organisiert werden und die pflegenden Angehörigen haben in vielen Fällen kein anwendungsbereites Pflegewissen. Um hier Abhilfe zu schaffen, setzt das Elbe-Elster Klinikum das Projekt der AOK Nordost „PfiFf – Pflege in Familien fördern“ aktiv um.

Am vergangenen Wochenende fand der elfte Südbrandenburger Wundtag in der Gaststätte „Alt Nauendorf“ in Finsterwalde statt. Die Organisatoren aus dem Elbe-Elster Klinikum zeigten sich angesichts der rund 300 Weiterbildungsinteressierten, die nicht nur aus der näheren Umgebung kamen, sondern auch aus dem Berliner Raum und darüber hinaus, rundherum zufrieden.

Kurzweilige und reich bebilderte Fachvorträge boten auch in diesem Jahr einen umfassenden Einblick in die Praxis der Experten und befassten sich mit der optimalen Wundversorgung und -therapie. Unumstritten ist der Südbrandenburger Wundtag eine in der Region einmalige Fachtagung, die in Ostdeutschland ihresgleichen sucht. Grund dafür sind unter anderem die namhaften Gastreferenten und deutschlandweiten Wundspezialisten, die jedes Jahr aus ihrem Erfahrungsschatz berichten. In diesem Jahr war Werner Sellmer, Fachapotheker für klinische Pharmazie und Vorstand Wundzentrum Hamburg e.V., zu Gast. Er ging in seinen beiden Vorträgen der Frage nach, für welche Wunde man am besten welches Produkt nimmt und welche Herausforderungen an die Lokaltherapie von chronischen Wunden bestehen oder einfacher ausgedrückt, was ist „In“ und was „Out“ bei der Wundversorgung. Als Werner Sellmer den Wund-Rap von Dr. Alfred Tylla und Thorsten Prennig vorspielte, zog er auch den letzten Gast in seinen Bann und demonstrierte damit eindrucksvoll, wie moderne Wundversorgung funktioniert.

Vielfältiges Fach-Programm

In weiteren Vorträgen der beiden Chefärzte des Elbe-Elster Klinikums, Privatdozent Dr. Roland Zippel und Dr. (Univ.Neapel) Frank Müller, ging es beispielsweise um den Zusammenhang zwischen der sogenannten Schaufensterkrankheit, also Durchblutungsstörungen der Beinschlagadern, und Wunden sowie um Diabetes und Wunde. Zudem warf Götz Ritter, Oberarzt und Angiologe am Elbe-Elster Klinikum in Finsterwalde, in seinem Vortrag die Frage auf, ob man ein Leben lang Wundpatient sei. Er beantwortete diese eindeutig mit Jein, denn der Wundheilungsprozess sei immer von der Behandlung und dem Patienten abhängig. Daniela Bock, Wundmanagerin am Elbe-Elster Klinikum, stellte Neues aus der Wundversorgung vor und erläuterte beispielsweise Wirkungsweisen von exotischen Wundauflagen wie der Fischhaut. Die Dermatologin Dr. Susanne Richter befasste sich schließlich mit Unterschenkelgeschwüren bei Hautkrankheiten.

Gäste schätzen kompakte Wissensvermittlung

Gäste schätzen am Südbrandenburger Wundtag insbesondere das fachliche Know-how der Referenten sowie die kompakte Wissensvermittlung an einem Tag. So waren Lisa Weidner, Krankenpflegerin im Asklepios Fachklinikum Lübben, und Conny Bock, Stationsleiterin in der MEDIAN Klinik in Grünheide östlich von Berlin, zum ersten Mal beim Wundtag und zeigten sich sofort begeistert. „Ich finde es toll, dass man viel Wissen kompakt an einem Tag vermittelt bekommt und gleichzeitig bei den Ausstellern neue Produkte kennen lernen kann“, schildert Lisa Weidner ihren Eindruck der Fachtagung. „Ich bin zum ersten Mal auf Empfehlung hier und werde garantiert wiederkommen“, so das Fazit von Conny Bock. „Mich hat besonders interessiert, wie es andere machen“, sagt sie. Beide Frauen sind ausgebildete Wundexpertinnen und nutzen die Möglichkeit der Re-Zertifizierung der Initiative Chronische Wunden e.V. (ICW), die der Wundtag bietet. Die Themenvielfalt war auch für Alexander Kluge von einer stationären Altenpflege in Pulsnitz und Sven Witte von einer häuslichen Krankenpflege in Hoyerswerda der Grund, warum die beiden Wundexperten an der Fachtagung teilnahmen. Sven Witte ist zum zweiten Mal dabei und schätzt am Wundtag insbesondere den Blick in die Praxis der namhaften Referenten.

Im Jahr 2008 startete der erste Wundtag als neues Angebot im Hinblick auf die häufig knifflige Versorgung von chronischen oder langwierigen Wunden. Dazu zählt man Wunden, die trotz Therapie nach acht Wochen nicht geheilt sind. Die Organisatoren aus dem Elbe-Elster Klinikum danken den zahlreichen Sponsoren der Veranstaltung, deren Engagement es ermöglichte, auch in diesem Jahr auf eine Teilnahmegebühr zu verzichten.

Seit Jahresbeginn ist Dipl.-Med. Thomas Michel neuer Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Herzberger Krankenhaus. Dem Elbe-Elster Klinikum gelang es damit, einen erfahrenen Mediziner mit über 30-jähriger Praxis für sich zu gewinnen. Chefarzt Michel ist bereits seit dem Jahre 2002 chefärztlich tätig. Zuletzt war er Chefarzt an den Ilm-Kreis-Kliniken im thüringischen Arnstadt. Zuvor hatte er über 10 Jahre in Mecklenburg-Vorpommern eine Frauenklinik, wo er auch Ärztlicher Direktor war, geleitet. Chefarzt Michel hat von 1982 bis 1988 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Humanmedizin studiert. Dort absolvierte er auch an der Universitäts-Frauenklinik Greifswald seine Facharztausbildung unter Herrn Professor Göretzlehner.

„Für meine letzte Arbeitsdekade war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und stieß auf die freie Stelle am Elbe-Elster Klinikum“, beschreibt der 55-Jährige seinen Beweggrund für den Wechsel nach Südbrandenburg. Zudem sei er nun auch näher an einem seiner zwei erwachsenen Söhne, der in Dresden lebt, und an seinem Freundes- und Bekanntenkreis, der sich von Leipzig bis Dresden und Berlin erstreckt. Chefarzt Michel freut sich auf seine neue Heimat Herzberg, auch wenn der passionierte Motorradfahrer die Berge und Kurven im Elbe-Elster-Kreis wahrscheinlich nicht finden wird, so hat er bereits jetzt einen wesentlichen Vorteil der Arbeit in einer ländlichen Region kennen und schätzen gelernt: „In dieser Region wird man irgendwie entschleunigt und das ist ein sehr guter Ausgleich zu meinem aufregenden Beruf“, sagt er.

Mit Chefarzt Michel wechselt ein ausgewiesener Spezialist in der Behandlung von gynäkologischen Karzinomen, also Krebserkrankungen, an das Elbe-Elster Klinikum. Damit wird sich das operative Spektrum der Frauenheilkunde intensiv erweitern und die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen, ambulant tätigen Onkologen ausgebaut. Ein weiteres Spezialgebiet ist die Minimal-invasive-Chirurgie, das sind endoskopische Operationen über eine Bauchspiegelung. „Die Urogynäkologie, also die Behandlung der weiblichen Harninkontinenz und von Senkungszuständen, ist bereits im Herzberger Krankenhaus sehr gut etabliert“, sagt der Chefarzt. Außerdem werden Operationen der weiblichen Brust angeboten sowie die Behandlung aller konservativen Frauenleiden.

Für den neuen Chefarzt ist die wohnortnahe Krebsbehandlung von Frauen besonders wichtig. „Wir ermöglichen jetzt den Frauen, dass die komplexe und umfangreiche gynäkologische Karzinomtherapie nicht in entfernten Krankenhäusern, wie in Dresden oder Berlin erfolgen muss, sondern in der Heimat durchgeführt werden kann. Dies hat für die Betroffenen den Vorteil, dass sie häufig ihre nächsten Angehörigen in der Nähe haben, die ihre Behandlung begleiten können.“

Der Chefarzt führt sämtliche radikale Operationen bei Karzinomen der weiblichen Geschlechtsorgane und der weiblichen Brust durch. Zum Team um Chefarzt Michel gehören vier Oberärzte sowie vier Assistenzärzte. Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe verfügt in Herzberg über 20 Betten.

„Die geburtshilfliche Abteilung ist mit den modernen Kreißsälen, den Geburtsvorbereitungsräumen, dem Wehenzimmer, den Patienten- und Familienzimmern und dem integrierten Neugeborenzimmer sehr ansprechend ausgestattet“, findet der Chefarzt. Er freue sich auch über die motivierten Mitarbeiter, die ihn bei der Umsetzung der neuen Aufgaben unterstützen werden.

Der neue Chefarzt stellt sich am 20. März um 17 Uhr im Andachtsraum des Herzberger Krankenhauses im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung vor und präsentiert gleichzeitig das neue Behandlungsspektrum der Herzberger Frauenklinik. In einem weiteren Vortrag wird er über die therapeutischen Herausforderungen bei der Behandlung des Ovarialkarzinoms, also des Eierstockkrebs, aus seinen langjährigen Erfahrungen berichten. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Am 16. März findet der elfte Südbrandenburger Wundtag in Finsterwalde statt. Ab 8 Uhr ist das Fachpublikum wieder in die Gaststätte „Alt Nauendorf“ nach Finsterwalde eingeladen, um aktuelle Erkenntnisse rund um das Thema Wunde zu erfahren und zu diskutieren. Als jährliches Highlight im Veranstaltungskalender des Elbe-Elster Klinikums wurde auch in diesem Jahr ein umfangreiches und praxisorientiertes Programm erstellt.

Kurzweilige und reich bebilderte Fachvorträge befassen sich wieder mit der optimalen Wundversorgung und -therapie. So stehen beispielsweise der Zusammenhang zwischen der sogenannten Schaufensterkrankheit und Wunden sowie Diabetes und Wunde auf dem Tagesprogramm. Zudem wird der Frage nachgegangen, ob man ein Leben lang Wundpatient sei. Als besonderer Gastreferent ist Werner Sellmer, Fachapotheker für klinische Pharmazie und Vorstand Wundzentrum Hamburg e.V., anwesend und wird sich in seinen beiden Vorträgen mit der Frage beschäftigen, wann man am besten was nutzt und welche Herausforderungen an die Lokaltherapie von chronischen Wunden bestehen.

Der Südbrandenburger Wundtag hat sich inzwischen zu einer einmaligen Fachtagung in der Region entwickelt, die Wundexperten und Weiterbildungsinteressierte aus ganz Südbrandenburg und weit darüber hinaus anzieht. Der Wundtag richtet sich sowohl an niedergelassene als auch an klinisch tätige Ärzte sowie an Mitarbeiter von Praxen, Pflegediensten und Pflegeheimen. Die Veranstaltung wird von einer Industrieausstellung begleitet. Die Teilnahme ist kostenfrei. Nähere Informationen sowie das Programm hier auf der Homepage zu finden.

Am 1. März wurde für die rund 730 nicht ärztlichen Beschäftigten nach harten und konstruktiven Tarifverhandlungen eine Einigung erzielt. Demnach erhalten die nicht ärztlichen Mitarbeiter der Elbe-Elster Klinikum GmbH in diesem und nächstem Jahr eine achtprozentige lineare Gehaltserhöhung. Ab Januar 2019 gibt es rückwirkend 4,5 Prozent mehr Lohn und ab Januar 2020 noch einmal 3,5 Prozent.

Des Weiteren wurde eine Erhöhung des Zuschlags für die Nachtarbeit sowie die Einführung eines Nachtzuschlages für den Bereitschaftsdienst beschlossen. Außerdem erhalten Pflegefachkräfte der Entgeltgruppe KR 9a mit einer Fachweiterbildung in den Bereichen ITS, OP, Anästhesie, Psychiatrie und neu in der Notaufnahme eine Entgelterhöhung vor der Tariferhöhung. Weiterhin wird in dieser Entgeltgruppe eine Stufe 6 eingeführt. Für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Hebammen im Kreißsaal, Gesundheits- und Krankenpfleger in der Notaufnahme, Operationstechnische Assistenten sowie Medizinisch-technische Radiologieassistenten erfolgt außerdem zum 1. Januar 2019 eine Verbesserung der Eingruppierung.

Von dem neuen Tarifvertrag profitieren auch die Auszubildenden im Elbe-Elster Klinikum. Sie erhalten ebenfalls eine zweistufige Erhöhung zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020. So erhält ein Auszubildender in der Pflege und als Operationstechnischer Assistent im Jahr 2020 im ersten Lehrjahr 1.035 Euro und im dritten Lehrjahr 1.230 Euro. Im Tarifvertrag für die Auszubildenden ist zudem geregelt, dass Azubis nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung bei betrieblichem Bedarf unmittelbar nach der Ausbildung in ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis übernommen werden.

Die Tarifeinigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Klinikum-Aufsichtsrates und des Bundesvorstandes von ver.di. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020.

Die nächsten Kurse zur Pflege in der Familie des Elbe-Elster Klinikums finden am 12., 19. und 26. März jeweils ab 16.30 Uhr im Krankenhaus Finsterwalde und am 30. und 31. März jeweils ab 10 Uhr im Krankenhaus Elsterwerda statt. In Elsterwerda dauert der Kurs am Samstag sechs Stunden und am Sonntag drei, in Finsterwalde jeweils drei Stunden. Die Kurse sind kostenlos und können unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder einer Pflegestufe in Anspruch genommen werden. Da sich die Kurse an den einzelnen Standorten immer aus mehreren Einheiten zusammensetzen, können nicht nur einzelne Tage belegt werden. Das Elbe-Elster Klinikum bittet um vorherige Anmeldung an den Rezeptionen der Krankenhäuser in Elsterwerda unter der Telefonnummer 03533 603-0 und in Finsterwalde unter 03531 503-0, da der Kurs nur stattfindet, wenn ausreichend Teilnehmer gemeldet sind. Im April findet der Pflegekurs wieder im Krankenhaus Herzberg statt.

Die Pflegekurse des Elbe-Elster Klinikums richten sich an alle, die bereits von einer Pflegesituation betroffen sind oder wo diese zu erwarten ist. Interessierte können auch präventiv an den Kursen teilnehmen. Pflegebedürftigkeit stellt die Betroffenen ebenso wie deren Familien vor große Herausforderungen. Unterstützung im Alltag muss organisiert werden und die pflegenden Angehörigen haben in vielen Fällen kein anwendungsbereites Pflegewissen. Um hier Abhilfe zu schaffen, setzt das Elbe-Elster Klinikum das Projekt der AOK Nordost „PfiFf – Pflege in Familien fördern“ aktiv um.

Werdende Mütter, Väter und Angehörige können sich wieder am 6. März um 19 Uhr im Krankenhaus Herzberg über eine Entbindung informieren. Dabei werden Fragen rund um die Geburt erläutert und erklärt, wie diese so natürlich, aber auch so sicher wie möglich gestaltet werden kann. Mit dem Chefarzt der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, deren Hebammen und dem Chefarzt der Kinderabteilung stehen kompetente Partner für Gespräche zur Verfügung. Außerdem erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die verschiedenen Kreißsäle des Krankenhauses. Treffpunkt für alle Interessierten ist der Speiseraum des Krankenhauses Herzberg, Alte Prettiner Straße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Elbe-Elster Klinikum GmbH bietet werdenden Eltern in regelmäßigen Abständen  Informationsabende zu Schwangerschaft, Geburt und Baby an. Der nächste Infoabend findet am 8. Mai statt. Mehr zu den Angeboten des Klinikums vor, während und nach der Entbindung sind zudem hier auf dieser Homepage zu finden.

Nachdem im Juli 2017 die erste Hausarzt-Praxis in Schipkau unter der Flagge des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) des Elbe-Elster Klinikums eröffnet wurde, folgte nun Nummer zwei.
Der Internist Jens Lehmann nahm mit Beginn dieses Jahres seine Tätigkeit als Hausarzt im Ärztehaus in der Ruhlander Straße in Schipkau auf. Mit Mirko Müller stehen den Patienten der Umgebung damit zwei kompetente Hausärzte zur Verfügung und Verluste in der medizinischen Versorgung aufgrund von Praxisschließungen konnten so verhindert werden. Das Elbe Elster Klinikum investierte insgesamt rund 350 000 Euro in das Ärztehaus und seine Außenanlagen.

Jens Lehmann entschied sich nach seiner stationären Tätigkeit als Oberarzt in einem Krankenhaus bewusst für die Möglichkeit einer eigenen Praxis. „Ich wollte gern ambulant tätig werden und auch die andere Seite der Patientenversorgung kennen lernen“, begründet er seine Entscheidung. Dass dabei seine Wahl auf Schipkau fiel, überrascht nicht. „Back tot he roots oder neudeutsch zurück zu den Wurzeln“ lautet das Motto des 44-jährigen Familienvaters. In dem Fall sind es die medizinischen Wurzeln von Jens Lehmann, denn nach dem Studium in Berlin absolvierte er seine Facharztausbildung am Klinikum Niederlausitz in Lauchhammer und Senftenberg. In den letzten sieben Jahren war er als Oberarzt im thüringischen Apolda tätig.

„Es ist nicht selbstverständlich, junge Ärzte in unsere ländliche Region zu ziehen, umso mehr freuen wir uns, dass es uns erneut gelungen ist“, so Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer bei der offiziellen Praxiseröffnung. Dass das Elbe-Elster Klinikum dabei ein glückliches Händchen zu haben scheint, beweist auch die Nachfolgesuche für die Hausarzt-Praxis in Großthiemig. Diese hatte Dr. Mona Kokot zum Jahreswechsel verlassen. Als Nachfolgerin steht Erika Metzger in den Startlöchern. Läuft alles nach Plan wird die aus Elbe-Elster stammende und gegenwärtig in Dresden tätige Medizinerin die Praxis zum 1. April übernehmen. Bis dahin deckt Jens Lehmann vertretungsweise die medizinische Versorgung in Großthiemig mit ab.

Kontakt und Sprechzeiten MVZ-Praxis Schipkau:
Ruhlander Straße 15, 01993 Schipkau
T. 035754 9600 (Anmeldung Praxis Herr Müller)
T. 035754 60118 (Anmeldung Praxis Herr Lehmann)

Mirko Müller

Facharzt für Innere Medizin/Hausarzt
Montag 7.30 – 11.30 und 13.30 bis 17.30 Uhr
Dienstag 7.30 – 10.30 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag 7.30 – 11.30 und 13.30 bis 17.30 Uhr
Freitag 7.30 – 11.30 Uhr

Jens Lehmann

Facharzt für Innere Medizin/Hausarzt
Montag geschlossen
Dienstag 8 - 16 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag 8 - 12 Uhr
Freitag 8 - 12 Uhr

Kontakt und Sprechzeiten MVZ-Praxis Großthiemig:
Hauptstraße 31, 04932 Großthiemig
Telefon 035343 319

Jens Lehmann

Facharzt für Innere Medizin/Hausarzt
Montag 8 - 12 und 13 - 16 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch 8 - 12 Uhr
Donnerstag 14 - 18 Uhr
Freitag geschlossen

Der nächste kostenfreie Pflegekurs findet am 5., 12. und 19. Februar im Krankenhaus Herzberg des Elbe-Elster Klinikums statt. Er beginnt jeweils um 17 Uhr und dauert drei Stunden. Der Kurs kann unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder einer Pflegeeinstufung in Anspruch genommen werden. Er besteht aus mehreren Einheiten, so dass nicht nur einzelne Tage belegt werden können. Das Elbe-Elster Klinikum bittet um vorherige Anmeldung an der Rezeption des Krankenhauses Herzberg unter der Telefonnummer 03535 491-0, da der Kurs nur stattfindet, wenn ausreichend Teilnehmer gemeldet sind. Im März finden die Pflegekurse wieder in den Krankenhäusern in Elsterwerda und Finsterwalde statt.

Die Pflegekurse des Elbe-Elster Klinikums richten sich an alle, die bereits von einer Pflegesituation betroffen sind oder wo diese zu erwarten ist. Interessierte können auch präventiv an den Kursen teilnehmen. Pflegebedürftigkeit stellt die Betroffenen ebenso wie deren Familien vor große Herausforderungen. Unterstützung im Alltag muss organisiert werden und die pflegenden Angehörigen haben in vielen Fällen kein anwendungsbereites Pflegewissen. Um hier Abhilfe zu schaffen, setzt das Elbe-Elster Klinikum das Projekt der AOK Nordost „PfiFf – Pflege in Familien fördern“ aktiv um.

Wenn das Herz nicht so arbeitet wie es soll, kann die moderne Medizin mit einem Herzschrittmacher nachhelfen und es wieder im wahrsten Sinne des Wortes in Takt bringen. Im Krankenhaus Elsterwerda des Elbe-Elster Klinikums werden seit zwanzig Jahren erfolgreich die kleinen Geräte implantiert. Inzwischen ist der 2500. Herzschrittmacher eingesetzt. „Dass es in all den Jahren bisher nie größere Komplikationen gegeben hat, spricht für unser OP-Team und dessen Erfahrung“, ist Chefarzt Ronald Hartmann stolz auf alle Beteiligten. Besondere Freude bereite ihm, wenn in seine Schrittmachersprechstunde Patienten der ersten Stunde kommen und es ihnen gut geht.

Mit der Etablierung der Schrittmacherimplantation im Krankenhaus Elsterwerda haben Chefarzt Ronald Hartmann und Oberärztin Sabine Knösch vor zwanzig Jahren Pionierarbeit geleistet. Die Qualität ihrer Arbeit hat sich inzwischen herumgesprochen, so dass sich das Einzugsgebiet ihrer Patienten über den Landkreis Elbe-Elster hinaus auf Nordsachsen und den Landkreis Oberspreewald-Lausitz erweitert hat. In der Regel wird der Eingriff ambulant vorgenommen, die Patienten können also nach der Implantation abends wieder nach Hause und müssen sich später nur zweimal jährlich in der Sprechstunde vorstellen. Pro Jahr setzt das Team um Chefarzt Hartmann rund 120 Herzschrittmacher ein. Das kleine medizinische Gerät ist heutzutage nur so groß wie eine Zwei-Euro-Münze. Es gibt dem Herz einen elektrischen Impuls, wenn der eigene Herzrhythmus zu langsam ist oder ganz aussetzt. Hierdurch garantiert der Herzschrittmacher einen stabilen Herzrhythmus.

Die nächsten Kurse zur Pflege in der Familie des Elbe-Elster Klinikums finden Ende Januar in den Krankenhäusern in Elsterwerda und Finsterwalde statt. Erstmals werden in Finsterwalde in diesem Jahr drei Samstagstermine angeboten, los geht es am 26. Januar von 9 bis 17 Uhr. „Wir wollen damit auch Berufstätigen mit längeren Arbeitszeiten die Möglichkeit einer Teilnahme bieten“, erläutert Pflegedirektorin Anke Krumpholz.

Der Kurs in Elsterwerda ist am 26. und 27. Januar und dauert am Samstag sechs, am Sonntag drei Stunden. Dieser Kurs setzt sich aus mehreren Einheiten zusammensetzen, deshalb können nicht nur einzelne Tage belegt werden. Eine Teilnahme ist kostenlos und unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder einer Pflegestufe. Das Elbe-Elster Klinikum bittet um vorherige Anmeldung an den Rezeptionen der Krankenhäuser in Elsterwerda unter der Telefonnummer 03533 603-0 und in Finsterwalde unter 03531 503-0, da die Kurse nur stattfinden, wenn ausreichend Teilnehmer gemeldet sind. Im Februar findet der Pflegekurs wieder im Krankenhaus Herzberg statt.

Die Pflegekurse des Elbe-Elster Klinikums richten sich an alle, die bereits von einer Pflegesituation betroffen sind oder wo diese zu erwarten ist. Interessierte können auch präventiv an den Kursen teilnehmen. Pflegebedürftigkeit stellt die Betroffenen ebenso wie deren Familien vor große Herausforderungen. Unterstützung im Alltag muss organisiert werden und die pflegenden Angehörigen haben in vielen Fällen kein anwendungsbereites Pflegewissen. Um hier Abhilfe zu schaffen, setzt das Elbe-Elster Klinikum das Projekt der AOK Nordost „PfiFf – Pflege in Familien fördern“ aktiv um.

Auf das diesjährige Neujahrsbaby mussten die Hebammen im Herzberger Kreißsaal bis zum 2. Januar warten. Erst um 12.54 Uhr erblickte das erste Baby des neuen Jahres das Licht der Welt. Der kleine Hannes ist der ganze Stolz und Stammhalter von Ines und Mike Friese aus Elsterwerda. Besonders freut sich auch die große vierjährige Schwester Hannah auf das kleine Brüderchen. Im Stammbuch von Hannes stehen 52 Zentimeter Körpergröße und ein Gewicht von 3580 Gramm. Selbst Mama Ines wurde von der Nachricht überrascht, dass sie das Neujahrsbaby entbunden hat. „Als wir morgens am 2. Januar ins Krankenhaus gekommen sind, habe ich nicht damit gerechnet, dass wir das erste Baby des neuen Jahres bekommen würden“, erzählt sie.

Jungen haben 2018 die Nase vorn

Rückblickend auf das Jahr 2018 erblickten in der Herzberger Geburtshilfe 526 Babys das Licht der Welt. „Damit liegen wir im guten Durchschnitt der letzten Jahre, wo immer zwischen 520 und 530 Kinder geboren wurden“, weiß die leitende Hebamme Veronika Jeschke. „Das Jahr 2017 war mit 579 Babys schon eine besondere Ausnahme“, erinnert sie sich. Bei den 526 geborenen Kindern des vergangenen Jahres hatten die Jungs mit 271 leicht die Nase vor den Mädchen mit 255. Die Hebammen begrüßten in 2018 genau wie im Jahr zuvor sechs Zwillingspärchen, was neben den Eltern auch für das erfahrene Team immer wieder etwas Besonderes und Einmaliges ist.

Die geburtenstärksten Monate waren im vergangenen Jahr der August und September mit jeweils 60 Kindern. Die wenigsten Kinder kamen hingegen im Februar und Dezember mit jeweils rund 35 Kindern zur Welt. Das leichteste Kind wog bei seiner Geburt 1760 Gramm, das schwerste dagegen 5310 Gramm. Einen Trend beobachtete Veronika Jeschke im Laufe des Jahres: „Die Mütter werden wieder etwas jünger. Bei uns waren 43 Prozent unter 30 Jahre“, so die Chef-Hebamme.

Hinsichtlich des Einzugsgebietes gab es auch im vergangen Jahr wenig Veränderungen – 75 Prozent aller Schwangeren, die in Herzberg entbinden, kommen aus dem Landkreis Elbe-Elster. Das restliche Viertel verteilt sich auf die Randgebiete der angrenzenden Landkreise Sachsen-Anhalt, Sachsen und Teltow-Fläming. Direkt aus Herzberg und der näheren Umgebung kommen rund 30 Prozent zur Entbindung in das Elbe-Elster Klinikum.

Lena und Ben führen Namenshitliste an

Bei der Namenswahl waren auch im vergangenen Jahr vor allem kurze Vornamen sehr beliebt. So zählten bei den Mädchen Lena, Anna, Emma, Hanna, Mia und Pia zu den Favoriten, bei den Jungs waren es Ben, Emil, Elias, Finn, Luis und Leon. Aber auch außergewöhnliche Namen wie Alva, Mavie, Celestine und Hedda wurden für Mädchen sowie Remedius, Quenten, Marinus und Bartholomeus für Jungs vergeben.

Wer schon einmal vor der Entbindung einen plastischen Eindruck von seinem Baby erhalten möchte, dem bietet die Herzberger Geburtshilfe ab der 28. Schwangerschaftswoche Fotos in 3D an. Bei der Entbindung ist dem Team eine individuelle Geburtsgestaltung besonders wichtig. Dazu gehört auch das persönliche Kennenlernen vor der Geburt. Deshalb werden in regelmäßigen Abständen Informationsabende angeboten und die werdenden Mütter können sich etwa drei Wochen vor dem Entbindungstermin im Klinikum anmelden. In einem persönlichen Gespräch werden Besonderheiten und Wünsche erörtert sowie notwendige Papiere ausgefüllt. Zu den individuellen Möglichkeiten der Entbindung gehören drei modern ausgestattete Kreißsäle, die verschiedene Gebärhaltungen, Wassergeburt sowie viel Bewegungsfreiheit erlauben. Zudem sind Akupunktur, Aromatherapie und Homöopathie anwendbar. Nach der Entbindung wird ab dem 4. Monat im Elbe-Elster Klinikum in Herzberg das Babyschwimmen angeboten.

Die Kontaktdaten zur Anmeldung dafür sowie weitere Informationen, zum Beispiel zu Geburtsvorbereitungskursen und die Termine der Informationsabende, sind hier auf dieser Homepage zu finden.

In den frühen Morgenstunden des 24. Dezembers um 5.50 Uhr wurde auf der Herzberger Entbindungsstation ein kleiner Junge geboren. „Unser Theodor arbeitete zielgerichtet auf den Geburtstermin am 24. Dezember hin, denn die Wehen begannen einen Tag zuvor kurz vor Mitternacht“, berichtet der stolze Papa Denis. Dass es ein Weihnachtsbaby werden würde, darauf konnten sich die Eltern des kleinen Theodor schon einstellen. „Der Geburtstermin fiel auf die Weihnachtstage“, so Mama Silke. Wie dann zukünftig in Herzberg der Geburtstag von Theodor gefeiert wird, können die Eltern noch nicht sagen. Theodor ist das erste Kind von Silke und Denis.

Während es am ersten Weihnachtsfeiertag vergleichsweise ruhig im Kreißsaal war und kein Baby das Licht der Welt erblickte, folgten am 26. Dezember zwei weitere Jungen. Der kleine Fynn wurde um 6.30 Uhr entbunden und wird zukünftig in Seyda in der Nähe von Jessen zu Hause sein. Auch er hielt sich ziemlich genau an seinen Entbindungstermin, der für den ersten Feiertag berechnet worden war. „Ich bin froh, dass sich Fynn bis zum zweiten Feiertag Zeit ließ und nicht schon an Heiligabend zur Welt kam“, sagt die Mutti erleichtert.

Das zweite Baby an diesem Tag kam um 16.40 Uhr zur Welt. Die Eltern des kleinen Xavier sind eigentlich in Dresden zu Hause und haben in der Region Weihnachten bei den Eltern gefeiert als plötzlich alles ganz schnell ging. So werden sich alle immer an ein besonderes Weihnachtsfest erinnern, wenn Xavier zukünftig in der sächsischen Hauptstadt seinen Geburtstag feiert.

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Foto: Drei Jungen erblickten an den Weihnachtsfeiertagen im Herzberger Kreißsaal das Licht der Welt: In der Mitte das Christkind Theodor mit Mama Silke dahinter (Foto: EEK/ Die Piktografen).

Werdende Mütter, Väter und Angehörige können sich auch im neuen Jahr wieder direkt vor Ort im Krankenhaus Herzberg über eine Entbindung informieren. Der erste Informationsabend findet am 2. Januar um 19 Uhr statt. Dabei werden Fragen rund um die Geburt erläutert und erklärt, wie diese so natürlich, aber auch so sicher wie möglich gestaltet werden kann. Mit der Chefärztin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, deren Hebammen und dem Chefarzt der Kinderabteilung stehen kompetente Partner für Gespräche zur Verfügung. Außerdem erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die verschiedenen Kreißsäle des Krankenhauses. Treffpunkt für alle Interessierten ist der Speiseraum des Krankenhauses Herzberg, Alte Prettiner Straße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Elbe-Elster Klinikum GmbH bietet werdenden Eltern in regelmäßigen Abständen  Informationsabende zu Schwangerschaft, Geburt und Baby an. Der nächste Infoabend findet am 6. März statt. Mehr zu den Angeboten des Klinikums vor, während und nach der Entbindung sind zudem hier auf dieser Homepage zu finden.

Am 19. Dezember findet um 18 Uhr im Elsterschloss-Gymnasium in Elsterwerda die nächste Abendklinik des Elbe-Elster Klinikums statt. Chefarzt Privatdozent Dr. Roland Zippel wird die neu ausgerichtete Gefäßmedizin in Elbe-Elster vorstellen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben so die Möglichkeit, Details zu individuellen Behandlungsmethoden an den verschiedenen Standorten des Klinikums kennen zu lernen und Fragen zu stellen.

Die Veranstaltungsreihe „Abendklinik“ findet in regelmäßigen Abständen an den verschiedenen Standorten des Elbe-Elster Klinikums statt. Ziel ist es, medizinische Themen einfach und verständlich  interessierten Bürgern zu erläutern und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit der steigenden durchschnittlichen Lebenserwartung der Menschen geht auch die zunehmende Alterung der Bevölkerung einher. Waren im Jahr 2010 nur rund 25 Prozent der Bevölkerung hierzulande 60 Jahre und älter, werden im Jahr 2050 bereits Schätzungen zu Folge mehr als 36 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre sein. Gleichzeitig steigen die Neuerkrankungsraten von alterstypischen Erkrankungen, besonders im Bereich der Demenz. Gibt es heute bereits rund 1,2 Millionen demenziell erkrankte Menschen in Deutschland, so wird diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf schätzungsweise 1,7 Millionen und im Jahr 2050 voraussichtlich auf über zwei Millionen Menschen ansteigen. Thomas Winkler, Facharzt der Psychiatrischen Institutsambulanz im Krankenhaus Finsterwalde, erläutert deshalb im Interview wesentliche Details zur Demenzerkrankung.

Was ist eigentlich eine Demenz?

Thomas Winkler: Demenz heißt übersetzt so viel wie „ohne Verstand“. Viele Menschen haben nur ein vages Bild davon, was eine Demenz ist: alte Menschen, die ohne Orientierung ihren Alltag nicht mehr bewältigen können und zuletzt die eigenen Angehörigen nicht mehr wiedererkennen. Demenz ist der häufigste Grund für eine Pflegebedürftigkeit im Alter. Wichtig ist, dass entsprechende Symptome frühzeitig erkannt werden. Vielfach werden auch heute Diagnosen erst gestellt, wenn die Demenz weit fortgeschritten ist. Die Zeit von ersten Symptomen bis zur Diagnose liegt häufig bei bis zu zwölf Jahren.
 
Bei welchen Symptomen muss man sich Sorgen machen?

Thomas Winkler: Ein Anzeichen sind Veränderungen im Kurzzeitgedächtnis mit Auswirkungen auf das tägliche Leben. So vergessen Betroffenen zum Beispiel wichtige Termine und haben zunehmend Konzentrationsschwierigkeiten. Außerdem treten Probleme auf, wenn es um vorausschauenden Planen geht, wie beispielsweise beim Essen kochen oder beim Begleichen von anfallenden Rechnungen. Routineaufgaben werden zum Problem und oft können Orte oder Zeitabstände nicht mehr eingeordnet werden. Menschen mit Alzheimer, der häufigsten Form der Demenz, lassen oft Gegenstände liegen oder verlegen sie an ungewöhnliche Stellen. Mit der Zeit verändert sich die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit, zum Beispiel bei der Kleiderwahl, indem man sich im Winter sommerlich kleidet. Auch ausgeprägte Persönlichkeitsveränderungen treten auf, zum Beispiel plötzliches Misstrauen Verwandten gegenüber.

Warum ist eine frühzeitige Diagnose wichtig?

Thomas Winkler: Gerade eine frühe Diagnose bietet die Möglichkeit, den Patienten und seine Angehörigen besser auf den Umgang mit der Erkrankung vorzubereiten. Perspektivische Maßnahmen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Regelungen zum Nachlass, Wohnungswünsche oder Pflegesetting könnten im Vorfeld besprochen und bestimmt werden. Dies trägt sowohl zur Autonomie der Menschen mit Demenz bei als auch zur Schaffung von Sicherheit, die für diesen Personenkreis von besonders hoher Bedeutung ist.

Gibt es Risikofaktoren, die das Auftreten einer Demenz begünstigen?

Thomas Winkler: Bei der Entwicklung einer Demenz spielen behandelbare kardiovaskuläre Risikofaktoren wie beispielsweise der Bluthochdruck eine bedeutende Rolle. Mehrere Studien haben gezeigt, dass bei Personen, die im mittleren Lebensalter einen unbehandelten Bluthochdruck aufweisen, das Risiko einer Demenz im Alter deutlich erhöht ist, während ein behandelter Bluthochdruck nicht mit einem erhöhten Demenzrisiko einhergeht.

Was ist mit den Angehörigen?

Thomas Winkler: Demenz ist nicht nur eine Erkrankung des Einzelnen, sondern umfasst stets das gesamt Familiengefüge. Deshalb besteht Handlungsbedarf, um die Lebensqualität der Erkrankten und Angehörigen zu verbessern und ihnen eine Perspektive zu erhalten. Die Angehörigen haben die weitaus größte Last in der Betreuung von Demenzkranken zu tragen. Gerade die Veränderungen und Belastungen, die durch die demenzielle Erkrankung eines Familienmitglieds im Alltag, im familiären System und in der emotionalen Beziehung zum erkrankten Menschen eintreten, machen sie zu einer Risikogruppe für psychische und physische Erkrankungen und beeinträchtigen ihre sozialen Beziehungen.

Wo können sich Betroffene bzw. Angehörige hinwenden?

Thomas Winkler: Wichtig ist, sich bei ersten Symptomen frühzeitig an den Hausarzt zu wenden. Im Krankenhaus Finsterwalde führen wir immer dienstags eine Gedächtnissprechstunde durch. Außerdem können sich Angehörige gern auch an uns wenden. Wir sind telefonisch unter 03531 503-310 erreichbar.

Der nächste kostenfreie Pflegekurs findet am 4., 11. und 18. Dezember im Krankenhaus Herzberg des Elbe-Elster Klinikums statt. Er beginnt jeweils um 17 Uhr und dauert drei Stunden. Der Kurs kann unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder einer Pflegeeinstufung in Anspruch genommen werden. Er besteht aus mehreren Einheiten, so dass nicht nur einzelne Tage belegt werden können. Das Elbe-Elster Klinikum bittet um vorherige Anmeldung an der Rezeption des Krankenhauses Herzberg unter der Telefonnummer 03535 491-0, da der Kurs nur stattfindet, wenn ausreichend Teilnehmer gemeldet sind. Im Januar finden die Pflegekurse wieder in den Krankenhäusern in Elsterwerda und Finsterwalde statt.

Die Pflegekurse des Elbe-Elster Klinikums richten sich an alle, die bereits von einer Pflegesituation betroffen sind oder wo diese zu erwarten ist. Interessierte können auch präventiv an den Kursen teilnehmen. Pflegebedürftigkeit stellt die Betroffenen ebenso wie deren Familien vor große Herausforderungen. Unterstützung im Alltag muss organisiert werden und die pflegenden Angehörigen haben in vielen Fällen kein anwendungsbereites Pflegewissen. Um hier Abhilfe zu schaffen, setzt das Elbe-Elster Klinikum das Projekt der AOK Nordost „PfiFf – Pflege in Familien fördern“ aktiv um.

Im Herzberger Endoskopiezentrum sind jetzt Untersuchungen des Bauchraumes mit kleinsten Geräten möglich, die lediglich drei Millimeter große Wunden verursachen. Damit kann beispielsweise bei einer Tumordiagnose vor einer notwendigen größeren Operation genau untersucht werden, inwieweit sich der Tumor ausgebreitet hat.

Der Leiter des Endoskopiezentrums, Professor Dr. Roland Reinehr, ist froh, nunmehr auch im Endoskopiezentrum Südbrandenburg die internistische Mini-Laparaskopie mit 3-Millimeter-Instrumenten neuester Gerätetechnologie anbieten zu können. „In der Regel werden die diagnostischen Eingriffe zusammen mit einem Kollegen der chirurgischen Abteilung durchgeführt, um ein höchstes Maß an Patientensicherheit zu gewährleisten. Sollten sich im Verlauf der Untersuchung Befunde ergeben, die ein weiteres chirurgisches Vorgehen wie beispielsweise die Durchtrennung von Verwachsungen notwendig machen, übernimmt der chirurgische Partner“, erläutert Professor Reinehr. Die Verwendung der besonders kleinen Instrumente erlaube neben der Inspektion der Bauchhöhle zur Beurteilung zum Beispiel von Veränderungen der Leber oder des Bauchfells auch die gezielte Entnahme millimeterkleiner Gewebeproben unter Sicht. „Die diagnostischen Eingriffe sind somit narbenfrei und trotzdem in höchstem Maße sicher und aussagekräftig“, betont der Fachmann.

Auch in Zeiten von hochauflösendem Ultraschall, Computertomografie und Endoskopie hat die unmittelbare Inaugenscheinnahme der Bauchhöhle, die sogenannte Laparaskopie, nicht an Bedeutung verloren. Diese Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts von dem deutschen Internisten und Gastroenterologen Heinz Kalk etablierte diagnostische Methode wurde Ende des zwanzigsten Jahrhunderts durch die sogenannte Schlüsselloch- oder auch minimal-invasive Chirurgie wesentlich erweitert. Teil dieser Entwicklung sind auch immer filigranere und damit schonendere Instrumente.

Die internistische Mini-Laparaskopie, so Professor Reinehr weiter, sei ein schönes Beispiel für die enge Zusammenarbeit der internistischen und chirurgischen Abteilungen im Krankenhaus Herzberg und bilde die moderne, fachübergreifende Entwicklung im Bereich der Viszeralmedizin, also der Behandlung von Krankheiten der inneren Organe, ab.

Was tun, wenn man die Diagnose Diabetes erhält? Welche Arten von Diabetes gibt es? Welche Behandlungsmöglichkeiten helfen weiter? Wie ernähre ich mich richtig? Fragen, die Interessierte jüngst im Krankenhaus Finsterwalde beim ersten Diabetesinfotag stellen konnten und auf die sie detaillierte Antworten erhielten. Ziel war es anlässlich des Weltdiabetestags, das Thema Diabetes in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und aufzuklären. Dieser Aktionstag soll zukünftig zu einer Tradition werden und immer am Samstag vor dem Weltdiabetestag im Elbe-Elster Klinikum stattfinden.

Neben einer Industrieausstellung, die über die Patientenversorgung und das Krankheits-Selbstmanagement informierte, waren zudem Blutdruck-, Blutzucker- sowie Fußdruckmessungen möglich. In kurzen Vorträgen erfuhren die Zuhörer außerdem, wie beispielsweise Diabetes entsteht, wie man Folgeerkrankungen erkennt und welche Prävention bzw. Lebensstilveränderung vorbeugend möglich ist. So wies Chefarzt Dr. (Univ. Neapel) Frank Müller darauf hin, dass 2,5 Millionen Menschen von Diabetes betroffen seien und es nicht wüssten. „Diabetes wird häufig erst diagnostiziert, wenn Folgeerkrankungen wie Beschwerden an Nieren, Füßen oder dem Herz-Kreislauf-System auftreten“, weiß der Mediziner. Deshalb sei es ratsam, von Zeit zu Zeit den Blutzuckerwert zu testen.

Eine Reise in den Supermarkt unternahm Cosette Weggen, Diabetes- und Ernährungsberaterin, mit den Gästen des Infotages und informierte darüber, welche Lebensmittel man ruhigen Gewissens einkaufen könne und welche lieber im Regal liegen bleiben sollten. Nie ohne Zettel und mit Hunger einkaufen gehen, die Etiketten über Zutaten studieren und regional sowie saisonal einkaufen, waren die Tipps der Fachfrau. Schließlich machte sie allen Diabetikern Mut: „Es ist alles erlaubt, die Dosis macht das Gift.“ In weiteren Vorträgen schilderte Daniela Bock, Wundmanagerin am Elbe-Elster Klinikum, durch Diabetes hervorgerufene Komplikationen am Fuß und wie sich diese vermeiden lassen. Podologin Gabi Simon erläuterte die Aufgaben und Behandlungsmöglichkeiten ihres Berufsstandes.

Gäste dieses gut besuchten Aktionstages kamen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern bis aus Calau ins Elbe-Elster Klinikum. Eine ältere Dame leidet seit 34 Jahren an Diabetes und ist inzwischen auf eine Insulinpumpe angewiesen. Sie sei dankbar für jede Information und schaute sich deshalb gemeinsam mit ihrem Mann in Finsterwalde um. Petra Gruner war mit ihrer Mutter, die Diabetikerin ist, zu Besuch beim Diabetestag. Sie hatte nicht nur ein privates Interesse an den unterschiedlichen Informationen, sondern auch ein berufliches, da sie in der häuslichen Krankenpflege tätig sei.

Der Diabetesinfo-Tag ist Zeichen der neuen Ausrichtung der Inneren Medizin im Krankenhaus Finsterwalde. Mit Beginn der Tätigkeit des neuen Chefarztes Dr. (Univ. Neapel) Frank Müller im Sommer dieses Jahres konzentriert sich der Schwerpunkt der Abteilung auf die Endokrinologie, also die Erkrankungen des Hormonsystems. Eine der bekanntesten Stoffwechselerkrankungen ist dabei Diabetes mellitus mit seinen unterschiedlichen Formen. „Als chronische Krankheit, die der Prävention und Früherkennung dringend bedarf, muss eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgen“, erläutert der Facharzt. Mit dem Info-Tag wolle er für das Thema Diabetes und den Umgang damit sensibilisieren.

Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechselerkrankung in den westlichen Industrienationen. Laut Deutschem Gesundheitsbericht Diabetes 2018 haben etwa zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland einen Diabetes, die meisten davon Typ-2-Diabetes. Jedes Jahr erhalten rund 500.000 Menschen neu eine Diabetes-Diagnose.

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